Demografie

Die Politik muss jetzt die richtigen die Weichen stellen

Christopher Onkelbach.

Christopher Onkelbach.

Foto: Kai Kitschenberg / FFS

Die Zahl der Senioren wird dramatisch ansteigen. Das stellt die Politik vor enorme Herausforderungen. Entscheidungen müssen heute gefällt werden.

Sicherlich gleicht eine Prognose für das Jahr 2060 einem Blick in die Glaskugel, etwa was die Entwicklung der Zuwanderung angeht. Niemand kann die Krisen vorhersehen, die neue Flüchtlingsbewegungen auslösen könnten. Und auch die künftige Grenz- und Zuwanderungspolitik der EU ist schwerlich vorhersehbar. Dennoch sind viele Kennzahlen der Bevölkerungsprognosen gut abgesichert und können der Politik als Basis anstehender Entscheidungen dienen.

So wird die Zahl der Senioren in den kommenden Jahrzehnten dramatisch ansteigen. Die Statistiker gehen von einer Verdoppelung der Zahl der Menschen im Alter von 80 Jahren und älter aus. Zugleich stagniert die Zahl der Jungen. Das wirkt sich auf viele Felder aus: Gesundheit, Verkehr, Wohnen und Pflege sind nur einige Stichworte. Auch die Renten- und Sozialpolitik steht vor gewaltigen Herausforderungen. Während heute 100 Menschen im erwerbsfähigen Alter etwa 35 Menschen über 65 gegenüberstehen, wird deren Zahl bis 2060 auf 52 Personen ansteigen. Damit diese Menschen in Würde alt werden können, müssen jetzt die richtigen Weichen gestellt werden.

Hoffnung setzen Politiker auf das Fachkräfte-Zuwanderungsgesetz. Doch wie es sich in der Praxis auswirken wird, ist noch offen. Experten gehen davon aus, dass jährlich eine halbe Million Menschen im erwerbsfähigen Alter einwandern müssten, um die Bevölkerungspyramide stabil zu halten. Realistisch ist das nicht.

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