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Demokratie ist kein Glück: Fünf Gründe heute wählen zu gehen

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Kommentarfoto Martin Korte

Kommentarfoto Martin Korte

Foto: Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

Heute ist Landtagswahl: Martin Korte mit fünf guten Gründen, auch tatsächlich wählen zu gehen.

Erstens: Der Überfall Russlands auf die Ukraine führt uns erneut vor Augen, welches Privileg und welche Gnade es ist, in einer aufgeklärten Demokratie leben zu dürfen. Das Wahlrecht auszuüben hält diese Staatsform am Leben. Sie ist die beste, die uns zur Verfügung steht.

Zweitens: Auch wenn es angesagt ist, Politikerinnen und Politiker zu kritisieren (wir tun es ja auch), auch wenn der Beruf in der Beliebtheitsskala weit hinten rangiert: Unter dem Strich macht die Branche hierzulande einen guten Job, vor allem unter Berücksichtigung, dass sie sich seit Jahren im Dauer-Krisenmodus zu befinden scheint. Nicht nur Spitzenpolitiker tragen eine gewaltige Verantwortung, sondern alle Mandatsträger. Wählen zu gehen ist also auch ein Ausdruck des Respekts gegenüber unseren Volksvertretern. Sie wollen das Beste für unser Land.

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Drittens: Die Verweigerer, die Querdenker, die Lügner-Schreier, die zuletzt wieder lärmend im Wahlkampf auftraten, verfolgen in der Mehrheit einen destruktiven Ansatz. Andere niederzubrüllen hat noch kein Problem gelöst. Demokratie ist die Suche nach Kompromissen.

Viertens: Jeder darf sich beteiligen, jeder darf für seine Meinung eintreten, jeder kann Unterstützer suchen, wenn er Dinge verändern möchte. Jeder kann sogar selbst ein politisches Amt anstreben. Wenn Ihnen also am Sonntagabend das Ergebnis nicht gefällt, können Sie schon Montagmorgen die Initiative ergreifen.

Es ist kein Glück, in einer Demokratie zu leben. Es erfordert Interesse, Teilnahme, Engagement. Wir gehen davon aus, dass Sie all das aufbringen, sonst würden Sie diesen Text vielleicht gar nicht lesen.

Und deshalb fünftens: Versuchen Sie doch bitte, noch ein paar andere davon zu überzeugen, dass Wählen eine ziemlich gute Sache ist.

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