Nachwuchssorgen

Das Sterben der Metzgereien

Die Metzgereien sterben, weil die Konkurrenz der Supermärkte wächst und sie keinen Nachwuchs finden. Die Branche brauch ein neues Image.

Allen Lebensmittelskandalen und dem Trend zu regionalen Produkten zum Trotz: In Deutschland geht das Sterben der Metzgereien weiter. Sie erleiden ein Schicksal wie viele andere Handwerksbetriebe und Fachhändler auch. Die Supermärkte mit ihren riesigen Fleisch- und Wursttheken machen den Mittelständlern das Leben schwer. Die Auswahl, die hier geboten wird, kann ein Familienbetrieb kaum stemmen. Hinzu kommt, dass die Kunden die Bequemlichkeit beim Einkauf schätzen.

Handwerker und Supermärkte leiden aber gleichermaßen unter Nachwuchsmangel. Die Zahl der Schulabgänger, die Fleischer oder Fachverkäufer werden wollen, rauscht seit Jahren in die Tiefe. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Ein Schwein zu zerlegen liegt wahrlich nicht jedem. Und den ganzen Tag an der kalten Wursttheke zu stehen, entspricht für viele junge Leute nicht den Anforderungen an ihren Traumjob. Die Branche muss sich etwas einfallen lassen, um das Image der Berufe rund um das Fleisch aufzupolieren. Es kann niemand daran interessiert sein, dass wir Kochschinken und Braten irgendwann nur noch abgepackt kaufen können.

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