Sozialer Arbeitsmarkt

Bitte keine neuen Pilotprojekte mehr

Der zweite Arbeitsmarkt kann eine Alternative für Langzeitarbeitslose sein, nicht aber die ewig gleichen Pilotprojekte.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Jobwunder hin oder her – die Langzeitarbeitslosigkeit bleibt ein zentrales Problem in diesem Land. Deshalb ist es auch richtig und geboten, dass jede neue Bundes- und Landesregierung einen neuen Anlauf nimmt, dies zu ändern. Was aber nach drei Jahrzehnten einschlägiger Erfahrungen der Vermittler niemand mehr braucht, sind irgendwelche Modellprojekte. Jedenfalls keine, die nach dem zigsten Aufwasch der bisher samt und sonders gescheiterten Ideen klingen.

Die Praktiker in den Jobcentern wissen am besten, wer mit entsprechender Förderung noch eine reelle Chance hätte, in die Berufswelt zurück zu finden – und wer nicht. Für Erstere fehlen den Vermittlern nicht selten genügend Zeit und Geld. Vorwiegend an Letztere richten sich nun die neuen Projekte. Für sie wäre freilich ein dauersubventionierter zweiter Arbeitsmarkt die einzig richtige Antwort. Es gibt sehr gute Gründe, ihn abzulehnen – zu teuer, zu schwer zum ersten Arbeitsmarkt abzugrenzen. Wer das findet, müsste allerdings die heikle Entscheidung treffen, sich mit einer gewissen Sockelarbeitslosigkeit abzufinden. Das wäre immerhin ehrlicher als das nächste halbherzige Modellprojekt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Auch interessant
Leserkommentare (2) Kommentar schreiben