Digitalpakt

Auf Kosten der Kinder

Es ist gut, dass die Schüler sich jetzt in die leidige Debatte um den Digitalpakt für Schulen einmischen. Sie erleben die digitale Misere Tag für Tag. Trotz wachsender Anforderungen an die digitale Gesellschaft fehlt es an vielen Schulen an der nötigen Ausstattung und an Experten, um die Schüler auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten. Dass sie für den politischen Streit kein Verständnis haben, ist verständlich.

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Es ist gut, dass die Schüler sich jetzt in die leidige Debatte um den Digitalpakt für Schulen einmischen. Sie erleben die digitale Misere Tag für Tag. Trotz wachsender Anforderungen an die digitale Gesellschaft fehlt es an vielen Schulen an der nötigen Ausstattung und an Experten, um die Schüler auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten. Dass sie für den politischen Streit kein Verständnis haben, ist verständlich.

Allein der Begriff „Kooperationsverbot“ kennzeichnet den ganzen Irrsinn. Berlin muss sich laut Grundgesetz aus der Bildungspolitik der Länder heraushalten, obwohl es zahlreiche Baustellen gibt, bei denen der Bund mit seiner Finanzkraft helfen könnte. Eltern, Schüler, Lehrerverbände und Bildungsexperten fordern seit langem eine Grundgesetzänderung. Man fasst sich an den Kopf: Seit zwei Jahren liegen fünf Milliarden Euro beim Bund für die digitale Modernisierung bereit und bis heute ist kein Cent geflossen. Es war Zeit genug, eine reibungslose Reform auf den Weg zu bringen. Statt dessen beginnt auf den letzten Drücker neuer Streit um die Finanzbeteiligung der Länder. Nicht nur für Schüler ist dies ein Lehrstück zum Thema Politikverdrossenheit.

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