Essen. Die Steag ist froh, dass die Ruhrgebietskommunen endlich aussteigen. Doch unpolitisch wird sie damit nicht. Das verhindert die RAG-Stiftung.

Was dem Stromkonzern Steag in den vergangenen Jahren gar nicht gut getan hat: Zu viele Kommunen, zu viele Diskutanten in Rathäusern und Räten, kurzum: zu viel Politik. Das sagen die sechs Revierstädte, die den Konzern vor zehn Jahren zusammen gekauft haben, inzwischen selbst. So kurz vor dem Verkauf eine leidlich späte Erkenntnis, aber immerhin. Doch wenn die Steag-Manager gehofft haben, mit dem neuen Eigentümer ein unpolitisches Unternehmen zu werden, sehen sich getäuscht: Der illustre tschechische Milliardär Křetínský kommt nicht allein, sondern mit der RAG-Kohlestiftung.