Die Menschen in der Ukraine fordern konkrete Hilfen in Form schwerer Waffen. Kanzler Scholz sollte das bei seiner Kiew-Reise beachten.

In Mykolajiw im Süden der Ukraine halten die Menschen nicht mehr inne, wenn der Luftalarm heult oder der Geschützdonner von der Front herübergrollt. In unmittelbarer Nähe ihrer Stadt toben Artilleriegefechte, in denen viele Soldaten sterben. Regelmäßig schlagen auch in Mykolajiw Geschosse ein und töten Zivilisten. Die Menschen verdrängen den mörderischen Krieg, der ihr Land verwüstet, um nicht wahnsinnig zu werden, aber er bestimmt ihren Alltag. Nachts gelten Ausgangssperren, die Städte liegen in Dunkelheit. Vor den Tankstellen bilden sich lange Schlangen, weil der Treibstoff rationiert ist. Die Friedhöfe füllen sich mit den Opfern.