Die Internationale Gartenausstellung wäre eine große Chance. Doch zunächst muss das Revier beweisen, dass sie so ein Projekt stemmen kann.

Schwarz war, Grün aber ist die Farbe des Reviers. Da passt eine Internationale Gartenausstellung gut in die Landschaft. Es geht hier um viel mehr als bunte Beete und das Aufhübschen einiger alter Industriequartiere. Eine IGA ist eine große Nummer. Sie könnte das Ruhrgebiet im guten Sinne verändern.

Wer’s nicht glaubt, der möge nach Dortmund schauen. Der Westfalenpark und der Florianturm, Früchte der Bundesgartenschau 1959, sind Jahrzehnte später immer noch Wahrzeichen dieser Stadt. Der Grugapark in Essen ist Produkt einer Gartenschau, ebenso der Nordsternpark in Gelsenkirchen.

Die IGA gibt dem Revier eine neue Chance, sich zu bewähren. Zu zeigen, dass es eben doch zusammenarbeiten kann, wenn es drauf ankommt. Dass der Blick nicht mehr am eigenen Kirchturm endet. Bei der Kulturhauptstadt hat das geklappt, aber die ist schon schöne Geschichte. Die IGA ist oder wäre ein Schritt nach vorne, Aufbruch. Das Ruhrgebiet kann das stemmen. Aus dem Nichts etwas Großes schaffen. Oder krachend scheitern. 53 Städte, ein Regionalverband, eine Landesregierung: Zeigt doch mal, dass Ihr IGA könnt.