Ausbildung

Alle Jugendliche verdienen eine Chance

Obwohl der Fachkräftemangel zunimmt, sind die Betriebe bei der Assistierten Ausbildung noch sehr zurückhaltend. Das ist die falsche Einstellung.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Auf dem Lehrstellenmarkt passen Angebot und Nachfrage immer noch nicht richtig zusammen. Im vergangenen Jahr suchten in NRW rund 7300 junge Menschen vergeblich einen Ausbildungsplatz. Zugleich gab es etwa 7400 Lehrstellen, für die keine passenden Bewerber gefunden wurden. Weil aber der Fachkräftemangel inzwischen dramatische Dimensionen angenommen hat, werden Ausbildungsbetriebe sich künftig auch auf Jugendliche einlassen müssen, für die bisher kein Platz frei war.

Die „Assistierte Ausbildung“ ist im Prinzip eine großartige Erfindung. Die Assistenten helfen dem Azubi, der sonst keine Chance hätte, eine Lehre abzuschließen, und sie entlasten den Ausbilder. Für die Integration von jungen Flüchtlingen sind solche Instrumente Gold wert. Aber offenbar ist der Leidensdruck durch den Fachkräftemangel noch nicht groß genug, um die Betriebe von dem Projekt zu überzeugen. Viele Chefs fürchten wohl, der Assistent an der Seite des Lehrlings würde mehr Belastung als Hilfe sein oder dem Meister ständig auf die Finger gucken. Das ist die falsche Einstellung. Wer heute einstellen will, muss Kompromisse machen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (4) Kommentar schreiben