MC-Workshop

Kochen mit den Profis

Christian Müller (links) und der Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum Dietmar Spohn helfen den Schülerinnen und Schülern tatkräftig bei der Zubereitung des Hauptgangs.

Christian Müller (links) und der Geschäftsführer der Stadtwerke Bochum Dietmar Spohn helfen den Schülerinnen und Schülern tatkräftig bei der Zubereitung des Hauptgangs.

Foto: Ingo Otto

Bochum.   Beim MediaCampus Kochworkshop kamen nicht nur Gourmets auf ihre Kosten.

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Zischende Pfannen, scheppernde Töpfe, klirrende Gläser sowie klackernde Messer und das Brummen von Küchengeräten – diese beeindruckende Geräuschkulisse war Teil des Kochworkshops für Schüler der Schillerschule und der Matthias-Claudius-Schule, der gemeinsam mit MediaCampus und den Stadtwerken Bochum in der Kochschule „Kochmomente“ durchgeführt wurde. Damit die 20 Schülerinnen und Schüler auch angemessen betreut werden konnten, stand neben dem „Kochmomente“-Team bestehend aus Jürgen Engelhardt und Christian Müller auch Stadtwerke-Geschäfsführer Dietmar Spohn – seines Zeichens anerkannter Hobbykoch – mit am Herd und half tatkräftig mit.

Der Speiseplan klang ambitioniert: Als ersten Gang gab es Salat im Parmesankörbchen und Ruccoladressing sowie eine Maissuppe mit Popcorn und Chiliflocken, der Hauptgang bestand aus münsterländischem Kikok-Hähnchen gefüllt mit Spinat und Kräutern auf Tomatensalsa mit Champignon-Risotto. Als Nachtisch sollte es ein selbst gemachtes Vanille-Eis mit Pancakes und Ahornsirup geben.

Akribische Vorbereitung

Ein solches Menü bedarf natürlich akribischer Vorbereitung, also stand zunächst einmal eine Einführung zum richtigen Umgang mit Messer, Topf und Herd an, bevor es ans Schnippeln der Zutaten ging. Um schnelle Resultate zu gewährleisten, wurden die Schüler in Gruppen eingeteilt, die für die einzelnen Gänge zuständig waren. Danach ging es los: Eier wurden zerschlagen, Kartoffeln geschält und Käse gerieben, während die Fensterscheibe der Kochschule nach und nach immer mehr unter dem Einsatz der 20 Nachwuchsköche beschlug.

Zwischendurch gab es lehrreiche Lektionen von Jürgen Engelhardt, der den richtigen Umgang mit Gewürzen erklärte und die Schüler mit der Frage konfrontierte, wo ihre Nahrung überhaupt herkommt.

„Wir verwenden nur frische Zutaten“, so Engelhardt, der bereits als Küchenchef in Sterne-Restaurants im In- und Ausland gekocht hat. „Nichts, das Glutamat oder künstliche Aromen enthält.“ Das komme in industriell verarbeitetem Essen viel zu häufig vor.

Besser als im Unterricht zu sitzen

Für die Schüler war der Vormittag in der Kochschule eine abwechslungsreiche Erfahrung. „Das ist viel besser, als im Unterricht zu sitzen“, war nicht selten zu hören. Zuweilen war es auch eine schmerzhafte Erfahrung. So trieben die frisch geschnittenen Schalotten so manchem die Tränen in die Augen.

Einer der Schillerschüler musste sogar lernen, dass es keine gute Idee ist, sich die Augen zu reiben, wenn man vorher in der Küche mit Chiliflocken gearbeitet hat. „Ich hätte nicht gedacht, dass das so brennt“, staunte Hannah Kolter, die mit ihrer Gruppe für die Zwiebeln, die in die Suppe kamen, zuständig war.

Das Auge isst mit

Überrascht waren die Teenager von der Kreativität, die die Küche mit einfachsten Mitteln bietet: Wer hätte gedacht, dass aus etwas angeschmolzenem geriebenem Parmesan, der über umgestülpte Gläser gelegt wird, nach einer kurzen Abkühlzeit die Körbchen für den Salat werden würden?

Im Anschluss gab Chefkoch Engelhardt Tipps zum richtigen Garnieren, frei nach dem Motto „Das Auge isst mit“. Die Schüler nebst Lehrerin Barbara Schoppol waren begeistert von den vielen Möglichkeiten und versprachen, auch nach dem Workshop in die Kochschule zurückzukommen. Vielleicht schlummert ja in dem ein oder anderen selbst ein Sternekoch ...

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