Konzert

Denkwürdiger Abend mit Mark Forster

Mark Forster erntet Beifallsstürme auf der Bühne des Zeltfestival Ruhr. 5000 Menschen sahen das Konzert an diesem Abend und waren von der Performance des Sängers begeistert.

Mark Forster erntet Beifallsstürme auf der Bühne des Zeltfestival Ruhr. 5000 Menschen sahen das Konzert an diesem Abend und waren von der Performance des Sängers begeistert.

Foto: Ingo Otto

Bochum.   Furkan Sahin erlebt beim Zeltfestival Ruhr sein erstes Konzert überhaupt. Seine Feuertaufe war nichts für Menschen mit Kontaktangst.

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Der erste Konzertbesuch – ein ganz besonderes Erlebnis. Eines, das man niemals vergisst, egal ob es die heimische Dorfband in der verrauchten Kneipe um die Ecke war oder die Stadionrockband aus den USA in der Köpi-Arena. Für Furkan Sahin gab es beim diesjährigen Zeltfestival Ruhr solch einen denkwürdigen Tag. Im Rahmen einer gemeinsamen Aktion der Stadtwerke Bochum und MediaCampus durfte der 17-jährige Duisburger das erste Konzert seines Lebens besuchen.

Und das war gewiss kein gewöhnliches: Es war das restlos ausverkaufte Mark Forster-Konzert, dass der Schüler sich ansehen durfte. Die Kulisse war im ersten Moment überwältigend: „Ich hätte nicht gedacht, wie voll das hier ist“, staunte Furkan Sahin und ließ seinen Blick über die voll besetzten Ränge des Sparkassenzeltes wandern. Sitzplätze gab es keine mehr und auch der Innenraum war zum Bersten gefüllt. Das war nichts für Menschen mit Kontaktangst – das erste Konzert als Feuertaufe, was vor allem daran lag, dass die Menschen bereits früh vor Konzertbeginn ins Zelt geströmt waren, um einen Platz mit guter Sicht zu ergattern. Immerhin ist Mark Forster (Markenzeichen: Käppi, Brille und Bart) einer der kommerziell erfolgreichsten Popstars Deutschlands und somit einer der am meisten erwarteten Acts des Festivals.

Mit leichter Verspätung begann dieser dann auch unter tosendem Applaus seine Show mit dem Hit „Sowieso“ und hatte die Menschenmenge im Zelt von Anfang an fest im Griff. „Total beeindruckend, wie das Publikum mitgeht“, stellte Furkan Sahin indes fest und fand es „faszinierend, wie die Menschen auf das Geschehen auf der Bühne reagieren“. Dort gab Forster den Entertainer und Geschichten von der Entstehung seines aktuellen Albums „Tape“ zum besten: Etwa, dass er um die ganze Welt gereist sei, um nur die besten Musiker aufzunehmen, heute jedoch nur seine eigene Band dabei habe.

Frenetischer Applaus

Immer wieder bewies er seine Ortskenntnis und skandierte „Bochum!“, was das selige Publikum mit dankbarem Applaus und Freudenschreien quittierte. Forster ging noch einen Schritt weiter und heizte die Fans weiter an: „Bochum, im vergangenen Jahr waren wir schon einmal hier. Da war das Zelt nur halb voll, aber das war eins unserer geilsten Konzerte. Dieses Jahr ist es ausverkauft und ich verspreche euch, es wird noch geiler!“ Der Anfang des nächsten Songs war unter dem Getöse der Fans kaum noch zu verstehen.

Anheizen durfte an diesem Abend durchaus wörtlich genommen werden, denn die Temperaturen schossen angesichts so vieler tanzender Menschen schnell bis unter die Zelt-Decke. „Es ist unglaublich heiß hier“, bemerkte auch der 17-jährige Duisburger, der sein erstes Konzert entspannt von der rechten Flanke aus beobachtete und dabei genau die Band im Blick hatte: „Die Jungs sind richtig gut. Total tightes Zusammenspiel!" Für jemanden, der eigentlich eine ganz andere Musik (nämlich Rap) und Mark Forster eher nur gelegentlich hört, ein Ritterschlag. Währenddessen wurde auf der Bühne der Song angestimmt, mit dem Forster seine kleine Schwester im Büro zu Tränen gerührt hat – eine Art musikalisches Dankeschön namens „Nathalie“.

Lange nachdem die letzten Töne bereits abgeklungen waren, lies Furkan Sahin im Festival-eigenen Shuttlebus auf dem Weg zum Bahnhof die Eindrücke seines ersten Konzertes noch einmal Revue passieren: Das Wummern des Basses, den tosenden Applaus, die Energie, die zwischen Künstler und Publikum hin und her ging und beide gleichermaßen anpeitschte. Sein Vorsatz: „Ich gehe jetzt definitiv öfter auf Konzerte.“

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