Smart Home

„Alexa, schalte das Licht an“

Zukunft hautnah: Dass ein intelligent vernetztes Zuhause heute keine Science-Fiction mehr ist, erfuhren die Schüler des Berufskollegs Technik und Gestaltung I während ihres Innogy-Besuchs.

Foto: Lutz Kampert

Zukunft hautnah: Dass ein intelligent vernetztes Zuhause heute keine Science-Fiction mehr ist, erfuhren die Schüler des Berufskollegs Technik und Gestaltung I während ihres Innogy-Besuchs. Foto: Lutz Kampert

Gelsenkirchen.  Wie Smart Home das Zuhause sicherer und komfortabler macht, erfuhren Gelsenkirchener Berufsschüler während ihres Innogy-Besuchs.

Von unterwegs mal eben über das Smartphone die Heizung anstellen, damit es wohlig warm ist, wenn man zu Hause eintrifft – dass technische Systeme zur intelligenten Wohnraumvernetzung Annehmlichkeiten wie diese möglich machen, ist bekannt. Dass Smart Home mittlerweile jedoch viel mehr bedeutet, zeigt ein Besuch bei Innogy. Seit Jahren entwickelt die RWE-Tochter Technologien für das intelligent vernetzte Zuhause und verspricht dabei zugleich eine einfache wie komfortable Sicherung, aber auch Steuerung des Hauses.

Innogy SmartHome setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen, die von der Zentrale aus gesteuert werden. Diese ist der Hauptbestandteil des Systems und kommuniziert mit allen verbundenen Geräten. Das heißt, alle Produkte sind untereinander vernetzt und können miteinander kommunizieren. Nimmt beispielsweise der Bewegungsmelder eine Bewegung wahr, sendet er ein Signal an die Zentrale, die wiederum veranlasst, dass die Lampe angeht. SmartHome ist aber nicht nur intelligent, sondern schont auch den Geldbeutel. Bringt man etwa die Sensoren am Fenster an, sorgen diese dafür, dass die Heizung abschaltet, sobald das Fenster geöffnet wird. Insgesamt könne ein Haushalt seine Energiekosten durch Innogy SmartHome um bis zu 25 Prozent senken.

Darüber hinaus lassen sich die einzelnen Komponenten auch fernsteuern, wodurch unter anderem ermöglicht wird, die Heizung von unterwegs zu regulieren. Andere Geräte wie Fensterschieber und Bewegungsmelder können ebenfalls über die SmartHome-Anwendung gesteuert werden. Wird das System mit Alexa verbunden, dem cloudbasierten Sprachdienst von Amazon, kann beispielsweise das Licht auch bequem über einen Sprachbefehl an- beziehungsweise ausgeschaltet werden. Diese Kommunikation funktioniert aber auch andersherum: Schlägt der Feuermelder Alarm, schickt SmartHome eine Benachrichtigung an den Nutzer. Auch Einbrüche können auf diese Weise bemerkt werden. In diesem Fall sendet das Schloss der Haustür ein Signal an den Rauchmelder, der wiederum einen Alarm auslöst. Gleichzeitig geht eine Nachricht an das Mobiltelefon des Nutzers. Wurde eine Außenkamera installiert, erhält der Nutzer eine Nachricht, wenn sie etwas im Garten aufgezeichnet hat. Die Aufnahmen können später angeschaut werden.

Dass sogar die Tür über das Smartphone geöffnet werden kann, wirft die Frage auf, wie sicher das System ist. Was passiert, wenn sich jemand in das Handy hackt? Hier versichert Innogy, dass alle technischen Elemente regelmäßig gecheckt werden, damit sie vor Hackern geschützt sind. Selbst sehr gute Hacker, die man zu Testzwecken engagiert habe, hätten es nicht geschafft, in das System einzudringen.

Die Kosten für Innogy Smart Home sind abhängig von der Anzahl der Räume, die miteinander vernetzt werden sollen, sowie den gewünschten Anwendungen. Ein Starter-Pack ist bereits für rund 250 Euro erhältlich. Einzelne Komponenten können später nachgekauft werden.

Talha-Enis Degirmenci, Harun Verimbas, Elyesa Aslan, Til Neuhaus, Sebastian Feider, Dominik Korus und Maurice Müller, Berufskolleg für Technik und Gestaltung I, Klasse CI 11 V2

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