Videospiele

Wenn Dennis zockt, dann sehen 57 000 Menschen zu

Mit Headset und Videobearbeitungssoftware produzieren Spieler Clips über ihre angesagte Computerspieler. Lets’ Play nennt sich das Format.

Mit Headset und Videobearbeitungssoftware produzieren Spieler Clips über ihre angesagte Computerspieler. Lets’ Play nennt sich das Format.

Foto: WAZ FotoPool

Oberhausen.   Der 20-jährige Student, dreht Videos zu Computerspielen. Auf der Videoplattform Youtube hat er bereits über 57 000 Zuschauer, die seinen Kanal abonniert haben. Zeus-Reporter Nils Henkel interviewte den Videomacher zu dem modernen Format.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Sie filmen Sequenzen aus Computerspielen, um sie später mit Kommentaren auf Youtube hochzuladen. Let’s Play nennt sich dieses Format. Die Größen in der Let’s Play-Szene geben sich Namen wie Gronkh, Sarazar, GermanLetsPlay oder PietSmittie. Der Zeus-Reporter Nils Henkel sprach mit dem Let’s Player SparkofPhoenix, der mit richtigen Namen Dennis (20) heißt. Über 57 000 Menschen haben seinen Kanal auf der Videoplattform abonniert. Hauptsächlich dreht er Videos zum Computerspiel Minecraft (siehe unten). Aber solche Clips gibt es zu allen erdenklichen Spielen wie Skyrim oder Halo. Gelegentlich dreht Dennis aber auch Clips, die sich mit Themen von Biologie über Atomkraft bis hin zu Physik beschäftigen.

Zeus: Wie bist du zum Let’s Playen gekommen?

SparkofPhoenix: Während der Abiturzeit kam ein Sitznachbar auf die Idee, eine Gaming-News-Seite zu erstellen und ich hab angeboten, dabei mitzumachen. Anfangs waren es nur geschriebene Artikel, aber mit der Zeit wollten wir das Ganze mit Videos untermalen, um mehr Besucher auf die Seite zu bekommen. Deshalb habe ich Videos auf Youtube gestellt und die dann in die Seite eingebettet. Irgendwann fiel das Projekt flach, weil der Kollege weggezogen ist und ich hab alleine weitergemacht. Irgendwann bin ich dann auf das Format des Let’s Plays gekommen.

Wie lange Let’s plays du schon?

Seit April 2011.

Was braucht man, um solche Videos zu machen?

Einen PC, das Spiel, ein Headset, Videobearbeitungssoftware, einen Youtubekanal und Ideen.

Kann das jeder machen?

Können schon, nur die Frage ist, ob man erfolgreich wird. Im Moment sieht es für Anfänger eher schlecht aus.

Hättest du dir je erträumt, dass du über 50 000 Abonnenten erreichst?

Das kam irgendwie spontan. Das Interessante ist, wenn man erstmal 50.000 Abonnenten hat, dann sind es für einen selbst nicht mehr viele. Man sucht sich einfach das nächste Ziel, weil der Mensch immer nach etwas Höherem strebt. Das ist der Ehrgeiz, den jede Person besitzt und der eigentlich etwas Gutes ist. Sonst würde man irgendwann an einem Punkt feststecken und einfach nicht mehr weiterkommen, also jetzt auf alle Lebenslagen bezogen.

Ab welchem Alter glaubst du, kann man Let’s Plays machen?

Das hat nichts mit dem Alter zu tun, die Videos müssen einfach gut sein. Und mit „gut“ meine ich nicht „halbgut“, sondern richtig gut.

Was würdest du jemandem, der mit Let’s Playen anfangen möchte, raten?

Nicht zu viel erwarten bezüglich Erfolg, sondern sachlich bleiben. Im Moment gibt es einfach zu viele Leute, die das machen.

Was wünscht du dir für die Zukunft?

Dass es so weiter läuft wie bisher und dass ich das vielleicht später mal beruflich machen kann.

Nils Henkel , Klasse 8a, Freiherr-vom-Stein-Gymnasium,
Oberhausen

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben