Essstörung

Wenn das Hungern zur Sucht wird

Menschen, die unter einer Essstörung leiden, haben ein verzerrtes Bild ihres Körpers.

Menschen, die unter einer Essstörung leiden, haben ein verzerrtes Bild ihres Körpers.

Foto: picture alliance / dpa

Hünxe.   Jedes vierte Mädchen im Teenageralter leidet in Deutschland unter einer Essstörung. Karla Sauer und Jana Benninghof von der Gesamtschule Hünxe beleuchten das Krankheitsbild.

Immer mehr Jungen und Mädchen ab dem elften Lebensjahr zweifeln an ihrer Figur. „Ein paar Kilos leichter werden mir schon nicht schaden“, denken sich viele. Was jedoch mit einer scheinbar harmlosen Diät anfängt, endet leider oft mit einer ernstzunehmenden Krankheit: Der Magersucht auch genannt Anorexia.

Warnsignale werden missachtet

Magersucht bedeutet, dass man einem bestimmten Schönheitsideal unbedingt gerecht werden will, koste es was es wolle. 30 Prozent der Mädchen und 15 Prozent der Jungen im Alter zwischen elf und 17 Jahren sind in Deutschland mittlerweile von einer Essstörung betroffen.

Dabei werden die Warnsignale des Körpers von der erkrankten Person missachtet. Die ersten Symptome sind Durchblutungsstörungen, Schüttelfrost und sowie schlimme Schwindelattacken. Es zählt nur noch die Selbstbestätigung beim Gang auf die Waage. Darum hungern sich viele Jugendliche fast zu Tode.

Mit diesen Menschen muss man einfühlsam umgehen, da sie psychisch sehr labil sind. Man sollte die Person auf gar keinen Fall zum Essen zwingen, denn die Betroffenen fühlen sich dadurch in die Enge getrieben. Menschen, die essgestörte Personen kennen, sollten bereits bei den kleinsten Signalen Hilfe aufsuchen.

Die Zahlen sind erschreckend: In Deutschland ist bereits jedes vierte Mädchen betroffen. Für Essgestörte gibt es Kliniken, die darauf spezialisiert sind, derartig Erkrankten wieder zurück ins Leben zu helfen. Freunde und Verwandte müssen dabei auch beachten, dass negative Kommentare zur Figur des Patienten von diesem als positiv aufgenommen werden. Wer einmal an einer Essstörung erkrankt ist, dem kann am Ende nur ein Psychologe.

Karla Sauer, Jana Benninghof, Klasse 8b, Gesamtschule Hünxe

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