Kommentar

Achtsamkeit beim Kleidungskauf

ARCHIV - Workers labor in factory making down jackets in Jinjiang in southeast Chinas Fujian province 31 August 2009. EPA/DONG YANJUN (Zu dpa "China warnt EU vor «Handelskrieg» - Streit um Marktwirtschaftsstatus" vom 07.06.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++

ARCHIV - Workers labor in factory making down jackets in Jinjiang in southeast Chinas Fujian province 31 August 2009. EPA/DONG YANJUN (Zu dpa "China warnt EU vor «Handelskrieg» - Streit um Marktwirtschaftsstatus" vom 07.06.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Foto: dpa

MC-Reporter Niklas Moldenhauer findet, dass man gut darauf achten sollte, von welcher Firma man Kleidung kauft. Denn die Näher verdienen oft nur 20 Euro im Monat.

In unserer Gesellschaft geht es oft darum, möglichst viele Klamotten zu besitzen. Das bedeutet auch, dass die Hersteller auch möglichst große Mengen an Kleidung produzieren lassen müssen. Doch wo wird die eigentlich hergestellt?

Die meisten Unternehmen versuchen, so wenig Geld wie möglich für die Produktion zu bezahlen. Deswegen findet man sich bei der Frage, wo unsere Kleidung hergestellt wird, schnell in asiatischen Ländern wieder. In den Textilfabriken in Ländern wie zum Beispiel China, Bangladesch, Pakistan, Indien oder auch Thailand herrschen oft sehr schlechte Arbeitsbedingungen. Angestellte (die darüber hinaus oft auch noch minderjährig sind) müssen unbezahlte Überstunden machen, obwohl sie meistens nur ein bis zwei Prozent des letztendlichen Preises des Kleidungsstücks bekommen.

Doch nicht nur günstigere Marken wie H&M lassen ihre Kleidung in Asien produzieren, auch teurere Marken wie Hugo Boss setzen oft auf die billigen Arbeitsplätze in den Textilländern Asiens, wie man den Etiketten entnehmen kann.

Wer sich beschwert, wird entlassen

China ist der größte Textilproduzent der Welt, gefolgt von Bangladesch, wo Arbeiterinnen teils sogar mehr als zehn Stunden pro Tag arbeiten und damit nur zehn bis 20 Euro im Monat verdienen. Wer sich wehrt, dem droht Entlassung und damit noch mehr Armut.

Doch was kann man dagegen tun? Sich vorzunehmen, nichts mehr zu kaufen, was unter schlechten Arbeitsbedingungen entstanden ist, bringt eigentlich so gut wie nichts, da die Hersteller trotzdem dort weiter produzieren werden. Allerdings sollte man im Kleinen anfangen und beginnen, etwas auf die Herkunft seiner Kleidung zu achten und beispielsweise Teile von Marken kaufen, die ihren Mitarbeitern nachweislich gute Arbeitsbedingungen bieten.

Natürlich ist das nur ein kleiner Schritt, aber vielleicht werden manche Arbeiter ja bald zumindest etwas mehr verdienen und unter besseren Umständen arbeiten.

Niklas Moldenhauer, Klasse 8e, Konrad-Duden-Gymnasium Niklas Moldenhauer, Klasse 8e, Konrad-Duden-Gymnasium, Wesel

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