Soziales Engagement

Die etwas andere Freizeitbeschäftigung

Gemeinsam mit alten Menschen Fotos ansehen, ihren Geschichten zuhören, ihnen  Aufmerksamkeit schenken, viele Heimbewohner freuen sich über diese Abwechslung

Gemeinsam mit alten Menschen Fotos ansehen, ihren Geschichten zuhören, ihnen Aufmerksamkeit schenken, viele Heimbewohner freuen sich über diese Abwechslung

Foto: WAZ

Olpe.   Mit kleinen Kindern spielen, älteren Menschen zuhören und sich mit Behinderten beschäftigen - Lena Deitert schreibt über ein soziales Projekt an ihrer Schule.

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Seit vielen Jahren machen Schüler und Schülerinnen bei „Wir sind‘s, die Franziskusschüler – freiwillig sozial engagiert“ mit. Die Teilnehmer dieser Projektgruppe engagieren sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich in sozialen Einrichtungen wie Altenheime, Behinderteneinrichtungen, Kindergärten oder Schulen. Im letzten Jahr hat unsere Schule, die St.-Franziskus-Schule aus Olpe, sogar den ersten Preis beim MINT- freundliche Schule gewonnen. Das hat viele Schüler und Schülerinnen veranlasst, dieses Projekt weiter zu unterstützen.

Heute ist ein Spaziergang angesagt

Dazu gehört auch Lara Schmidt. Sie fährt mit ihrem Fahrrad zum Altenheim. Sie ist gespannt, was sie dieses Mal erwartet. Ein Spaziergang? Ein Spiel? Lara erzählt: „Ich bin jedes Mal von neuem gespannt, was mich erwartet.“ Dann ist es soweit. Sie kommt am Altenheim an, trifft dort ihre Freundin. Sie gehen rein. Als die beiden sich drinnen umschauen, werden sie schon erwartet: Heute ist ein Spaziergang angesagt.

Unser Projekt „Wir sind‘s, die Franziskusschüler – freiwillig sozial engagiert“ ist eine sinnvolle und oft auch spaßige Freizeitbeschäftigung, wobei viele Schüler, meistens über einen längeren Zeitraum, in jeweils verschiedenen Bereichen tätig sind. Oft treffen sich die Jugendlichen und gehen in kleinen Gruppen zu ihren Bereichen, weil es zusammen mehr Spaß macht. „Mir macht dieses freiwillige Praktikum vor allem Spaß, weil ich anderen Menschen helfen und sie vielleicht sogar unterhalten kann“, so eine Schülerin. „Außerdem ist es eine Abwechslung zum gewöhnlichen Alltag, weil es jedes Mal etwas anderes zu helfen gibt.“

Manchmal ist es auch anstrengend

Auch Tabea Hupertz, die im Altenheim hilft, sagt: „Ich bin noch mit drei anderen Mädchen in einer Gruppe und mache es sehr gerne, sodass ich es noch sehr lange machen werde.“ Eine weitere Schülerin, die im Kindergarten hilft, findet ihre Arbeit interessant. „Ich mag kleine Kinder und habe den Kindergarten früher schon geliebt. Außerdem mag ich handwerkliche Arbeiten, die wir dort oft machen. Mit den Kindern ist es zwar manchmal anstrengend, aber so war jeder mal und so schlimm ist es auch wieder nicht.“

Während des Engagements lernt man einen neuen Beruf kennen, den man später vielleicht mal ausüben möchte. Außerdem hilft man den Mitarbeitern, kann diese entlasten und es ist eine Abwechslung für jedes Kind oder jeden Heimbewohner, andere Betreuer zu sehen. Jeder Schüler und jede Schülerin kann bei seinem Einsatz viele Erfahrungen sammeln, die sie im späteren Leben anwenden können. Dazu gehört auch der Umgang mit kleinen Kindern, älteren oder behinderten Menschen. Man lernt, selbstständig und verantwortungsbewusst zu arbeiten.

Lena Schürmann, ebenfalls in einem Altenheim tätig, berichtet: „Besonders interessant finde ich es, den Geschichten der alten Leute zuzuhören.“

Ganz im Sinne von St. Franziskus

Die St.-Franziskus-Schule betreibt hinsichtlich sozialer Engagements noch weitere Projekte wie zum Beispiel den Sponsorenlauf oder den Eine-Welt-Laden in der Schule.

Wenn jeder ein bisschen hilft und ein bisschen von seiner Zeit anderen Leuten schenkt, dann kann man zusammen sehr viel erreichen – ganz im Sinne von St. Franziskus.

MC-Reporterin Lena Deitert, Klasse 8d, St.-Franziskus-Gymnasium, Olpe

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