Kommentar

Technik im Unterricht - Fluch oder Segen?

Das Tablet sollte fester Bestandteil des Schulunterrichts werden. Das fordern Schüler der 8C des Petrinum-Gymnasiums in Brilon.

Das Tablet sollte fester Bestandteil des Schulunterrichts werden. Das fordern Schüler der 8C des Petrinum-Gymnasiums in Brilon.

Foto: dpa

Brilon.   In manchen Schulen gehören Tablet, Handy und Laptop fest zum Unterricht. Andere Lehranstalten setzen jedoch eher auf Buch und Co. Was ist sinnvoller? Ein Kommentar.

Technik hat heute fast jeder Schüler zu Hause. Ob Smartphone oder Laptop, Tablet oder PC. Damit umgehen können die meisten Jugendlichen. Doch wie sollen Schulen auf diesen Wandel reagieren?

Nach Angaben der Internetseite „www.Tablet-in-der-Schule.de“ fehlt vielen Schulen das Geld, um mehr digitale Medien in den Unterricht einzubauen. Daher setzen manche Lehranstalten auf die privaten Smartphones der Schüler. Nach Angabe von Schülern des Petrinum-Gymnasiums in Brilon seien „die Smartphones insbesondere für Recherchen im Unterricht nützlich“.

Handy-Regeln stellenweise veraltet

Die Schule selbst verweist jedoch auf die Handyregeln, die der Hausordnung angeschlossen sind und die die Nutzung von Handys im Unterricht generell verbieten. Auch manch andere Schule verzichtet darauf, weil die Regeln für Handys noch sehr strikt sind. Dies sehen Experten als nicht mehr zeitgemäß an.

Brilons Bürgermeister Christof Bartsch beispielsweise, ist ein Befürworter der Technik. Er sagt, dass er es sehr wichtig fände, dass „Jede Klasse freien Zugriff auf einen Laptop und Projektionstechnik habe.“

Das wurde in diesem Jahr im Gymnasium Petrinum Brilon auch erreicht.

Eltern fordern mehr Technik im Klassenraum

Doch auch Eltern wünschen eine höhere Technikaffinität in den Klassenräumen. So ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Netzwerks Digitale Bildung, dass 84 % der Eltern die Ausstattung mit digitalen Medien in der Schule ihrer Kinder wichtig fänden.

Dies sollte Schulen aufrütteln. Bei dieser Umfrage wurden über tausend Eltern befragt. Zudem wurden sie auch noch zur schulischen Vorbereitung auf die digitalisierte Berufswelt gefragt. Als „gut“ bewerteten das nur 35 % der – vom Netzwerk Digitale Bildung – befragten Eltern.

„Trend nach vorne“

Doch was sollen die Schulen jetzt tun? Man braucht vermutlich einen Trend nach vorne. Ob das erstmal nur eine Neuauffassung der Handy-Regeln ist oder direkt eine größere Digitalisierung hervorruft, muss wohl jede Schule selbst entscheiden.

Letztendlich liegt es vermutlich am Lehrer, den Unterricht digitalisiert und interessant zu gestalten. Schüler sollten digitale Medien nutzen können, sich aber nicht vollständig darauf verlassen.

Leah Bartsch, Carolin Bange, Kai Laudien, Mika Scheufens, Klasse: 8c, Gymnasium Petrinum, Brilon.

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