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Spielsucht ist gefährlich

Spiele im Internet machen süchtig. Man sollte nicht länger als ein bis zwei Stunden täglich spielen.

Spiele im Internet machen süchtig. Man sollte nicht länger als ein bis zwei Stunden täglich spielen.

Foto: picture alliance / dpa

Hagen.   Immer mehr Jugendliche verbringen ihre Freizeit im Internet und spielen gewaltverherrlichende Spiele. Dadurch steigt das Aggressionspotenzial junger Leute. Zeus-Reporter Iakovos Gaitanoglou schreibt über die Gefahren der Spielsucht und gibt Tipps sie zu vermeiden.

Gefährden Computerspiele die Weiterbildung? Mit dieser Frage befasst sich Zeus-Reporter Iakovos Gaitanoglou.

In den vergangen Jahren ist die Anzahl der Computerspiele gestiegen, und daher hat sich auch das Spielverhalten von Jugendlichen verändert. Sie verbringen viel mehr ihrer freien Zeit im Internet als in der realen Welt. Daher stellt sich die Frage, ob das übermäßige Computer-Spielen gefährlich für die Bildung ist.

Allgemein ist bekannt, dass über eine Million Computerspiele existieren und zig Millionen Computerliebhaber, darunter viele ‘‘Süchtige’‘. Die Vielfalt von Spielen reicht von gewaltreichen Spielen, die von Waffen geprägt sind, bis hin zu gewaltfreien, harmlosen. Dazu gehören zum Beispiel das Fußballspiel Fifa oder Online-Lernhilfen, die auch süchtig machen können.

Hier soll es vor allem um die gewaltreichen Spiele gehen. Viele sogenannte Killerspiele wie das Spiel „Counter-Strike“ haben aggressives Verhalten gegenüber der Mitmenschen zur Folge. Wenn diese noch dazu regelmäßig mehrere Stunden am Tag gespielt werden, führt das zu einem anhaltenden Beschäftigen mit dem bestimmten Spiel selbst, wenn der Computer ausgeschaltet ist. So kreisen die Gedanken ständig darum. Dies ist ein Anzeichen von Abhängigkeit.

Das Suchtpotenzial dieser Spiele liegt in den drei Voraussetzungen, die ein Spiel mitbringen muss: Spaß, Freunde, Ziele. Meist fängt die Sucht beim Spielen mit Freunden an. Man verabredet sich vorher, trifft sich dann im Spiel und schon fängt der Spaß an. Allerdings sind die meisten Gegen- und Mitspieler Personen, die man nicht kennt. Das will man als regelmäßiger „Zocker“ nicht hören, weil man mit diesen Personen, die bald ebenfalls als Freunde angesehen werden, viel erlebt hat und sich so wie in der richtigen Freundschaft alles erzählt. Zudem entsteht ein Gruppenzwang. Man möchte nicht als Außenseiter erscheinen, wenn man mal an einem Tag nicht am „Online-Treffen“ mit den Freunden teilnimmt.

Schulaufgaben und echte Freunde werden vernachlässigt

Je süchtiger man wird, desto weniger Zeit verbringt man mit Schulaufgaben und Freunden im realen Leben. Durch die regelmäßige Benutzung des elektronischen Geräts werden die Hausaufgaben vernachlässigt und die Konzentration im Unterricht lässt nach. Außerdem wird die schulische Leistung beeinträchtigt, weil der Schüler weniger oder kaum noch für Tests und Arbeiten lernt.

Außerdem will man natürlich immer weiter kommen und immer höhere Ziele erreichen. Dieser Vorgang macht es schwierig vom PC aufzustehen oder generell aufzuhören. Es folgt die Phase, in der man für das Spiel mehr machen muss, um sich zufriedenzustellen.

Viele Spiele sind nur bis zu einem bestimmten Punkt kosenlos. Daher benötigt man oft echtes Geld, um weitere Level freizuschalten. Diese Spiele setzen eben genau auf die Sucht der Spieler. Für diese ist es im ersten Moment ein gutes Gefühl, aber im Inneren wissen sie: Es macht sie nur noch süchtiger!

Und weil es so schwierig ist davon loszukommen, versuchen es Eltern oft mit der Maßnahme, das Spiel sofort zu beenden, was den Vorgang komplizierter macht, weil sie auf diese Weise die Aggression im Kind auslösen. Daher sollten Eltern ihre Kinder nicht direkt darauf ansprechen wie süchtig sie sind, sondern zum Beispiel auf die Gesundheit hinweisen. Außerdem ist es hilfreich miteinander zu reden und Vereinbarungen zu treffen.

Um der Spielsucht vorzubeugen, sollte man erst gar nicht anfangen übermäßig zu spielen. Dann sollte man zuerst Hausaufgaben machen und dann spielen. Ein soziales Umfeld aufzubauen und auch versuchen mit seinen Freunden etwas zu unternehmen, ist ebenfalls sehr wichtig. Eltern sollten Ansprechpartner sein. Mit ihnen kann man über die Sucht reden oder auch seine Aggression kontrollieren. Wenn man spielt, sollte man sich nach dem Spielen auf die Schule und auf die Freunde konzentrieren.

Iakovos Gaitanoglou, 8. Klasse, Gesamtschule Haspe, Hagen

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