1. Mai

Stimmung statt Krawall

Mit Luftballons und guter Stimmung protestierten die Gelsenkirchener für ihre Arbeitsrechte.

Foto: Leon Tolksdorf

Mit Luftballons und guter Stimmung protestierten die Gelsenkirchener für ihre Arbeitsrechte. Foto: Leon Tolksdorf

Gelsenkirchen.   Von Krawall keine Spur. Gelsenkirchener MC-Reporter haben an den 1.Mai-Feierlichkeiten teilgenommen und sich über Gewerkschaftsarbeit informiert.

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Wie jedes Jahr fand am 1. Mai 2017 der sogenannte „Tag der Arbeit“ statt, ein Feiertag, der die Arbeiter eines jeden Unternehmens dazu aufruft, sich zu versammeln und für ihre Arbeitsrechte zu demonstrieren. Dieser Tag ist nicht nur in Deutschland hoch anerkannt , sondern auch in Ländern wie beispielsweise Belgien oder Österreich.

Ich habe mich in Gelsenkirchen umgeschaut. Die Gelegenheit ergab sich, weil mein Vater sich aktiv in der Gewerkschaft IG Bau engagiert.

Der Tag begann um 9.45 Uhr mit einem Treffen auf dem Vorplatz des Gelsenkirchener Musiktheaters, welches eines der bedeutendsten Theaterbauten der Nachkriegszeit ist. Ein ökumenischer Gottesdienst und ein Platzkonzert starteten das Programm, worauf um 10.30 Uhr die Demonstration begann. Um 11 Uhr eröffnete Josef Hülsdünker, der Vorsitzende des DGB Gelsenkirchen, die Kundgebung auf dem Neumarkt. Oberbürgermeister Frank Baranowski begrüßte die Anwesenden, die trotz des kalten Wetters gekommen waren. Darauf folgte die Mai-Rede des Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes Reiner Hoffmann. Andrea Nahles, die Bundesministerin für Arbeit und Soziales (SPD), hielt ebenfalls am Ende ein paar Worte, bevor Carmen Tietjen (DGB), die als Moderatorin der Veranstaltung vor Ort war, die Kundgebung zum Ende begleitete.

Musik und Unterhaltung sorgten bis 16 Uhr für gute Stimmung. Ich beschaffte mir Informationen zu Themen wie Arbeitszeit, Mindestlohn und die Arbeitssituation im Gelsenkirchener Raum. Sonntagsarbeit möchte der DGB auf ein Mindestmaß reduzieren. Anders als die Position der Arbeitgeber, die Arbeitszeit möglichst verlängern und Ruhezeiten zwischen Schichten verkürzen möchten.

Leckereien, die Gewerkschaftsmitglieder an den Ständen austeilten, waren Würstchen mit Brot und hielten meinen Magen bei guter Laune. Damit es für die Kleinen unter den Anwesenden nicht zu langweilig wurde, hat sich der Veranstalter ein nettes Kinderprogramm einfallen lassen. Also keine Spur von Krawall, sondern ein gut gelungener friedlicher Tag, der daran erinnert, was Gewerkschaften leisten.

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