Migration

Was Schüler über die Flüchtlinskrise denken

Auch in Essen gibt es Auffangklassen für Migranten. Wie nehmen die Schüler die

Auch in Essen gibt es Auffangklassen für Migranten. Wie nehmen die Schüler die

Foto: Funke Foto Services

Essen.   Die MC-Reporter Christina Schlüte und Charlotte Giepen haben sich an ihrer Schule umgehört, wie ihre Mitschüler Migranten wahrnehmen.

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Charlotte und Christina haben für Medicampus an ihrer Schule, dem Don-Bosco-Gymnasium in Essen, eine Umfrage zum Thema „Wahrnehmung der Flüchtlingskrise von Kindern“ durchgeführt. Dazu haben die beiden einen Fragebogen an 97 Schülerinnen und Schüler aus zwei sechsten und einer siebten Klasse verteilt. Wie ihre Mitschüler über Flüchtlinge und Migranten denken, haben die MC-Reporter für uns zusammengefasst.

Fast alle Kinder halten es für wichtig, dass sich Deutschland für Flüchtlinge einsetzt. Denn auch sie haben Rechte und brauchen Hilfe. Ein Großteil der befragten Kinder ist sich zudem darüber einig, dass andere Länder sich genauso um deutsche Flüchtlinge kümmern würden, wenn Deutschland in einer ähnlichen Lage wäre.

Die Hälfte versucht aktiv zu integrieren

Zwei Drittel der Schüler zeigen außerdem Interesse am aktuellen Geschehen und informieren sich über Medien oder Familienangehörige über die Flüchtlingskrise. Demnach informiert sich ein Drittel nicht. Als Grund geben sie Desinteresse an.

Diese Frage war uns am wichtigsten: Bemüht ihr euch, Migranten zu integrieren? Die Hälfte der Kinder versucht aktiv, Migranten zu integrieren. Sie begründen ihren Einsatz mit positiven Erfahrungen, Sympathie für die Flüchtlinge und damit, dass sie sich in Deutschland wohl fühlen sollen. Nur ein kleiner Teil der Kinder hilft durch Spenden. Die andere Hälfte der Befragten bemüht sich nicht, da sie kein Interesse hat oder keine Möglichkeit sieht. Wir glauben, dass dies ein großes Problem bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise ist.

Noch viel Aufklärung zu leisten

In diesem Zusammenhang kommt zwangsläufig die Frage auf, ob die Schüler wirklich viel von der Situtaion der Zugezogenen wissen. Ein Großteil der Schüler bekommt durch die Schule, die Umgebung, Sportvereine und die Stadt etwas von den Flüchtigen mit. Ein Drittel der Kinder hat Angst davor, dass in Deutschland später durch die Flüchtlingskrise zu viele Menschen leben. Zwei Drittel der Befragten haben keine Angst, da sie denken, dass die Flüchtlinge wieder zurückgeschickt werden, wenn der Krieg vorbei ist.

Erstaunlich fanden wir, dass nur eine befragte Person schrieb, dass wir etwas von den Flüchtlingen lernen können.

Insgesamt denken wir, dass zwar einige Kinder viel über die Flüchtlingskrise wissen, aber weiterhin noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden muss.

MC-Reporter Christina Schlüte und Charlotte Giepen, Klasse 8a, Don-Bosco-Gymnasium, Essen

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