Gesundheit

Sehhilfe auf vier Pfoten

Blindenhunde helfen ihren Besitzern, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen und mobil zu bleiben.

Blindenhunde helfen ihren Besitzern, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen und mobil zu bleiben.

Foto: Oliver Müller

Essen.   Blindenhunde helfen Menschen, die kaum oder gar nichts sehen können. Leonie Dabrowski und Melina Dreier stellen die haarigen Begleiter vor.

Dass der Hund der beste Freund des Menschen ist, weiß man ja schon lange. Aber wie nützlich genau ein Hund sein kann, weiß nicht jeder: So gibt es zum Beispiel so genannte Blindenhunde bzw. Blinden-Führhunde.

Diese Blindenführhunde sind die Begleiter von Menschen, die kaum oder überhaupt nicht sehen können. Sie begleiten Blinde durch den Alltag und helfen bei verschiedenen Dingen, wie zum Beispiel beim Erkennen von Objekten in der Umgebung. Die cleveren Vierbeiner benötigen ein besonderes Training. Man muss einen Hund nämlich erst ausbilden lassen, da dieser sonst die speziellen Aufgaben, wie zum Beispiel das Erkennen von Gefahren, nicht erfüllen kann. Dazu braucht solch ein Führhund auch eine spezielle Ausrüstung, zum Beispiel ein sogenanntes Führgeschirr. Dieses Führgeschirr gilt als „Verkehrsschutzzeichen“ und verpflichtet alle Verkehrsteilnehmer zu besonderer Rücksicht.

Etwa zwei Prozent aller Blinden besitzen einen Blindenführhund. Gut ausgebildet ermöglichen sie ihren Besitzern ein hohes Maß an individueller Mobilität, Sicherheit und Unabhängigkeit und stellen dadurch einen entscheidenden Faktor für das Leben eines Blinden dar. Ein Team aus Blindenführhundhaltern und Blindenführhunden wird als Führgespann bezeichnet.

Während der Hundeführer als „Navigator“ fungiert, übernimmt der Blindenhund eher die Rolle des „Piloten“. Er muss sogenannte Hörzeichen, wie zum Beispiel „Gerade aus“ ausführen oder im Notfall verweigern. Nur friedfertige, intelligente, wesensfeste, nervenstarke, arbeitsbelastbare und gesunde Tiere können ausgebildet werden. Dazu müssen die Tiere einen sogenannten „Gesundheitstest“ bestehen, bei dem unter anderem die Gelenke und die Augen untersucht werden. Bezüglich der Rasse gibt es keine Einschränkungen.

Laut dem Krankenversicherungsrecht ist der Blindenführhund ein „Hilfsmittel“. Das heißt, die Kosten werden bei vorliegenden Voraussetzungen von der Krankenkasse übernommen.

Leonie Dabrowski, Melina Dreier, Klasse 8d, Gymnasium Essen Nord-Ost

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