Gleichberechtigung

Ein unerträglicher, nicht akzeptabler Zustand

Seit 1921 gehen Frauen am 8. März weltweit auf die Straße und kämpfen für Gleichberechtigung.

Seit 1921 gehen Frauen am 8. März weltweit auf die Straße und kämpfen für Gleichberechtigung.

Foto: imago/Future Image

Essen.   Frauen verdienen oft weniger Geld als Männer, haben einen schlechten Ruf und werden Opfer von Gewalt. Helin K. kritisiert das scharf.

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Frauen werden in unserer Gesellschaft oft keine guten Eigenschaften zugeordnet: Ihnen wird angedichtet, schwach zu sein, weniger Macht zu haben und sich nicht wehren zu können, obwohl dies alles gar nicht stimmt. Denn eine Frau kann genauso stark und mächtig sein wie ein Mann, eine Frau kann sich genauso gut wehren und verteidigen.

Besonders Müttern werden schlechte Eigenschaften zugeordnet, obwohl eine Mutter das Kind neun Monate im Bauch trägt, obwohl eine Mutter sich bis zum 18. Lebensjahr – und oft auch weit darüber hinaus – um ihr Kind sorgt, obwohl eine Mutter den ganzen Tag aus dem Fenster schaut, wann denn ihr Kind nach Hause kommt, weil sie sich Sorgen um das Kind macht, obwohl eine Mutter sich nur das beste für das Kind wünscht und alles dafür tun würde, um dem Kind eine gute Zukunft zu ermöglichen.

Ungleicher Lohn

Aber nicht nur Müttern geht es so – auch allen anderen Frauen. Manche Frauen arbeiten nicht, aber sie tun zuhause das Vielfache davon, was ein normaler Mensch auf der Arbeit tut. Die Frau bereitet Essen vor, wäscht Wäsche, räumt alles auf und vieles mehr. Und für diese große Leistung bekommt und erwartet sie gar kein Geld.

Auch wenn die Frau arbeitet, bekommt sie oft viel weniger Geld als ein Mann. Wenn Frau und Mann am Fließband stehen, tun beide genau die gleiche Arbeit. Sie legen Pakete auf das Fließband. Aber die Frau bekommt für die gleiche Arbeit oft weniger Geld. Und warum? Genau, weil sie eine Frau ist.

Aber das ist noch nicht das Schlimmste! In anderen Ländern gibt es Frauen, die noch viel mehr untergeordnet werden. Sie werden geschlagen, sie dürfen nicht arbeiten gehen, und werden vergewaltigt. Warum? Wieder der selbe Grund: Weil sie Frauen sind und weil sich dann Menschen mächtiger und „männlicher“ fühlen. Aber was für ein Unsinn ist das denn bitte? Was bist Du denn für ein Mann, wenn du gegenüber einer Frau Gewalt anwendest? Das sind die Fragen, die mir dann durch den Kopf gehen?

Unter der Ehe leiden

Ist das fair? Ist es fair untergeordnet zu werden, nur weil man eine Frau ist? Ist es fair untergeordnet zu werden, obwohl man so viel für die Mitmenschen tut? Ist es denn wirklich fair, versklavt zu werden, vergewaltigt zu werden, nicht arbeiten zu dürfen, Opfer von Gewalt zu werden, NUR weil man eine Frau ist? Ist es wirklich fair, dass viele Frauen im Schnitt weniger verdienen, dass Frauen unter der Ehe leiden und dass einige Frauen nicht ohne Ängste auf die Straße gehen.

Ich jedenfalls finde dies unerträglich und nicht akzeptabel. Frauen sollten genauso wie alle anderen behandelt werden und genauso viele Rechte haben. Frauen sollten genauso viel Ehre und ihre Würde besitzen wie Männer. Denn die Würde eines Menschen ist unantastbar. Ich wünsche mir, dass Frauen sich wohl fühlen können und ohne Ängste auf die Straße gehen können, und ich bin für ein gleichberechtigtes Zusammenleben.

Helin K., Klasse 8a, Gymnasium Essen Nord-Ost, Essen

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