Migration

Danke schön Deutschland

Vor dem Krieg in Syrien und den damit verbundenen Zerstörungen sind bereits viele Menschen geflüchtet – genauso wie Ragdad und ihre Familie.

Vor dem Krieg in Syrien und den damit verbundenen Zerstörungen sind bereits viele Menschen geflüchtet – genauso wie Ragdad und ihre Familie.

Foto: dpa/Mohammed Badra

Essen.   Die 16-jährige Ragdad Faroum ist mit ihrer Familie aus Syrien geflohen. Jetzt bedankt sie sich bei ihren deutschen Helfern.

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Ragdad Faroum lebt seit einem Jahr in Essen. 2015 ist sie mit ihrer Familie aus Syrien vor dem Krieg geflüchtet. In einer emotionalen Rede, die Sie bei einem Treffen von Deutschen und Flüchtlingen gehalten hat, bedankt sie sich bei den vielen Menschen, die ihr, ihrer Familie und anderen Flüchtlingen geholfen haben – und dies immer noch tun.

Ragdads Rede

Guten Tag, meine Damen und Herren!

Ich heiße Ragdad Faroum. Ich bin 16 Jahre alt. Als ich in Syrien war, habe ich in Frieden geleben und bin zur Schule gegangen. Mein Vater hat als Lkw-Fahrer gearbeitet und meine Familie hatte ein eigenes Haus.

Flucht in ein sicheres Land

Plötzlich hat der Krieg angefangen und die Situation wurde jeden Tag schlimmer. Wir hatten Angst um meinen Vater, weil er viele schlimme Situation auf den Straßen erlebt hat – wie viele andere syrische Menschen auch. Und dann, vier Jahren nach Kriegsbeginn, haben wir den für uns schwierigen Entschluss gefasst, in ein sicheres Land zu fliehen. Dieses Land war Deutschland.

Als wir hierhin gekommen sind, haben wir viel Hilfe von deutschen Menschen bekommen, indem sie zum Beispiel Sachen für unseren Haushalt besorgt haben. Viele Deutsche haben syrischen Familien geholfen, und ich sage in ihrem Namen vielen Dank. Ich wünsche mir, dass die guten Beziehungen so bleiben. Und dass meine Eltern weiter arbeiten können, weil wir anderen Menschen nicht zur Last fallen möchten.

Großer Respekt vor den Helfern

Obwohl die Medien wegen des Terrorismus viel Negatives über Flüchtlinge berichten, helfen uns viele Menschen immer noch und hören auch nicht damit auf. Das erhöht unseren Respekt für diese gute Menschen.

Wir liefen aus unserem Land weg, weil wir den Frieden lieben. Wir hoffen, der Wohlstand und Fortschritt in diesem Land bieten uns Chancen auf ein gutes Leben. Wir wünschen den Kindern in der ganzen Welt, dass sie in Frieden leben können.

Danke schön Deutschland!

Von der Quereinsteigerklasse in die reguläre Achte

Am Burggymnasium in Essen werden seit anderthalb Jahren Flüchtlingskinder in Seiteneinsteigerklassen und Deutschkursen betreut. Auch Ragdad besuchte zunächst eine sogenannte Quereinsteigerklasse. Aufgrund ihres großen Lernfortschritts ist sie inzwischen Schülerin einer regulären achten Klasse.

MC-Reporterin Ragdad Faroum, Klasse 8, Burggymnasium, Essen

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