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Duisburger Sportschau im Theater am Marientor

Der MSV-Duisburg wurde im Theater am Marientor zur „Mannschaft des Jahres“ gewählt.

Der MSV-Duisburg wurde im Theater am Marientor zur „Mannschaft des Jahres“ gewählt.

Foto: FUNKE Foto Services

Duisburg.   Wird Susi Wollschläger ein zweites Mal „Trainerin des Jahres“? Dieser Antwort war Marie Weber bei der Duisburger Sportschau auf der Spur.

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Am Freitag, 20. November fand die Veranstaltung Duisburger Sportschau im Theater am Marientor statt. Höchstleistungen und Freude an der Bewegung waren dort miteinander verbunden.

Viel Konkurrenz für Susi Wollschläger

Ab 19 Uhr fingt die 37. Auflage des Showprogramms an. Es traten verschiedene Sportvereine aus Duisburg auf, darunter zum Beispiel „Die Fliegenden Homberger“, bei denen gilt: „Nicht einmal das Fliegen ist schöner als der Auftritt der fast schwerelosen West-Springer.“ Ein weiterer Sportverein, der „BTV Luzern“ trat mit einem Ensemble, welches das Publikum zum Staunen brachte auf. Außerdem traten eine Breakdance-Ballet-Gruppe auf, die zwei Primaballerinas mit vier Breakdancern verbunden hatte. Die Grundschule Bergheimer Straße hatte eine kleine eigene Show vorbereitet, in der man sah, dass man Turnbänke nicht nur zum Sitzen brauchte.

Am Abend ging es auch um die Ehrung für den Sportler des Jahres, bei der Branimir Bajic vom MSV Duisburg, Aron Hildebrandt vom PSV / Judo und Michael Schrader von SC Hessen Dreieich / Leichtathletik antraten. Bei der Ehrung zur Spielerin des Jahres stellten sich Lilly Adamski von Blau Weiß Bochum / Wasserball, Alessia Melchiore von OSC Rheinhausen / Leichtathletik und Lara Reimann vom PSV / Judo auf. Für den Titel „Mannschaft des Jahres standen der MSV Duisburg, 1. Meidericher Kanu Club (Junioren) und die Damenmannschaft des Club Raffelberg / Hockey. Nominiert für den Titel „Trainer/in des Jahres“ waren Sebastian Heupp vom PSV Duisburg, Gino Letteri vom MSV Duisburg und Titelverteidigerin Susi Wollschläger, Club Raffelberg.

Zwischen Bankschalter und Trainerbank

Susi Wollschläger sei seit der Jugend Spielerin im Club Raffelberg. Sie sei eine ehrgeizige Torhüterin gewesen, die den Sieg ihrer Mannschaft oft noch retten konnte. Mit ihrer Mannschaft habe sie zweimal den zweiten Platz der deutschen Meisterschaft erreicht. Ihre Karriere als Torhüterin der deutschen Hockeynationalmannschaf habe im Jahre 1986 begonnen und habe mit einem zweiten Platz bei den olympischen Spielen im Jahre 1992 geendet. 1996 habe sie noch einmal an der Olympiade teilgenommen und habe somit bei 110 Länderspielen mitgespielt. Heute sei sie eine erfolgreiche Trainerin, die 2011/2012 und 2015 mit ihren eigenen Töchtern Anneke und Pia Maertens und ihrer Mannschaft den deutschen Titel gewann. Außerdem habe sie mit anderen Mannschaften noch westdeutsche Titel geholt. Dieses Jahr war nicht nur Susi Wollschläger nominiert, sondern auch ihre Damenmannschaft, die sie in die 2. Bundesliga coachte, so berichtet die Internetseite Wikipedia.

Vor der Sportschau konnte ich Susi Wollschläger ein paar Fragen stellen. Auf meine erste Frage, ob sie sich über die Wiedernominierung freue, antwortete sie mir mit einem verhaltenen „Ja, irgendwie freut man sich schon“. Doch es sei ihr dieses Jahr nicht das Wichtigste. Sie freue sich mehr über das coole Jahr mit dem Hallen-und Feldaufstieg der Damen und dem deutschen Meistertitel der weiblichen Jugend A. Ihre eigenen Chancen „Trainerin des Jahres“ zu werden, sehe sie nicht so hoch, obwohl die Rückmeldungen, die sie bekommen habe, aufgrund ihrer diesjährigen Erfolge, für den Titel sprechen würde. Die Frage, ob es ihr Traum wäre berühmt beziehungsweise geehrt zu werden, lehnte sie mit einem klaren „Nein“ ab. „Spielerin des Jahres“ wurde sie nie, dies begründete sie mit der Vermutung, dass ein „Torwart mit Helm“ nie gesehen und deshalb als Person nicht so bekannt werde.

Ihre Familie unterstützt sie sehr, erklärte Susi Wollschläger bei der nächsten Frage. Ohne sie wäre das gar nicht möglich gewesen, vervollständigt sie ihre Aussage. Auf meine nächste Frage, wie es von der Ausbildung zur Bankkauffrau zur Trainerin kam, antwortete sie mir, dass sie erst an der Sporthochschule in Köln studiert habe, aber dann nicht den ganzen Tag im Trainingsanzug herumlaufen wollte. Daher habe sich Susi entschlossen, eine Bankkauflehre anzufangen, bei der sie mit Jeans herumlaufen konnte. „Die Bankkauflehre war sehr lustig“, so Susi Wollschläger. Doch letztendlich sei es der Trainingsanzug geworden, erläuterte Wollschläger am Ende. Früher war sie selbst eine Spielerin, jetzt ist sie eine Trainerin. „Freut man sich als Trainerin genauso über die Siege der Mannschaft“, fragte ich. Man freue sich anders. Als erstes freue man sich für die Mannschaft und danach für sich selbst, da bewusst wird, dass die Taktik gut war und man die Mannschaft bis zum Ende motiviert und unterstützt habe, antwortete sie. Als ich sie nach ihrer Damenmannschaft fragte, ob sie denkt, dass diese große Chancen hat gegen den MSV den Titel „Mannschaft des Jahres“ zu gewinnen, erklärte sie mir, dass sie ein bisschen Hoffnung habe, dass sie gewinnen, da meist keine so populäre Mannschaft den Titel gewinnen würden.

Auswertung der Sportlerwahl

Die Sportschau ist mittlerweile vorbei. Es war eine sehr spannende und abwechslungsreiche Show für Klein und Groß. Jetzt steht die Gewinner fest: Spieler des Jahres ist Michael Schrader geworden. Bei dem Titel „Spielerin des Jahres“ war Alessia Melchiorre, bei dem Titel „Mannschaft des Jahres“ war der MSV Duisburg erfolgreich. Leider hat die Damenmannschaft von Susi Wollschläger es nicht gegen den MSV geschafft. Naja, vielleicht im nächsten Jahr. Trainer des Jahres ist Rüdiger Winter. Susi Wollschläger konnte den Titel nicht verteidigen. Vielleicht gewinnt sie den Titel ja noch einmal in einem anderen Jahr.

MediaCampus Reporterin Marie Weber, Klasse 8c, Steinbart-Gymnasium, Duisburg

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