Bildung

Brauchen wir in Zeiten des Internets noch die Schule?

Ob digitales oder klassisches Lernen. Jeder sollte schauen, was für einen selbst am besten ist.

Ob digitales oder klassisches Lernen. Jeder sollte schauen, was für einen selbst am besten ist.

Foto: imago/Jochen Tack

Duisburg.   Zu fast jeder Frage hat das Internet eine Lösung. Doch wieso dann noch in die Schule gehen? Maximilian Hassel hat Lehrkräfte auf das Thema angesprochen.

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Wird das aktuelle Schulsystem in der Zeit der digitalen Medien und des Internets überhaupt noch gebraucht, und ist es noch zeitgemäß? Vieles an Informationen finden wir mittlerweile im Internet. Auf Seiten wie google oder Wikipedia ist vieles von dem was Menschen wissen oder wissen müssen gespeichert. Hat man eine Frage, dann gibt man diese im Internet ein, und innerhalb von Sekunden bekommt man auf fast alles eine Antwort.

In der Schule lernt man gemeinschaftlich zu arbeiten

Warum dann noch lernen, wenn man alles was man wissen muss, bequem über sein Smartphone abrufen kann? Diese Frage wurde Julia Anker, Marek Debski und Murat Kiziazlan, allesamt Lehrer auf dem Steinbart Gymnasium in Duisburg gestellt. Das Ergebnis des Interviews: Wissen sei wichtig und ein solides Grund- und Allgemeinwissen solle jeder im Kopf haben. Denn was wäre, wenn Internet und das Handy nicht mehr zu Verfügung stünden? Dann würden wir am Ende „dumm“ dastehen. „Allerdings kommt es auf den Inhalt an“,sagte Anker. Denn was für einen nicht unbedingt wichtig sei, könne man ja bei Bedarf nachschlagen.

Wenn lernen wichtig ist, muss ich denn dafür extra zur Schule gehen? Es gibt doch digitale Medien, die einem das eigenständige Lernen über den Computer ermöglichen. Zum Beispiel die Webseite „scoyo.com“ sowie „ego4u.de“ oder sogar Online-Schulen wie „webindividualschule.de“ und „bildungsdoc.de“. Warum dann noch in der Schule sitzen, wenn man viel zeitsparender zuhause lernen kann? „Ich denke natürlich, dass man an der Schule besser lernen kann, denn das gemeinschaftliche Arbeiten macht die Schule aus“, erwähnte Anker. Ähnlich äußerte sich Heike Kleene: „Die Schule macht besonders das Arbeiten mit den anderen Kindern aus, was man im Internet so nicht haben kann.“ Fachwissen sei wichtig, soziales Wissen sei aber ebenfalls genauso wichtig bei der Ausbildung eines jeden Menschen, und das gehe nur über den sozialen Kontakt.

Das Internet kann das Lernen unterstützen, aber es nicht ersetzen

Lernen sollte man immer noch selbst, und sich nicht vom Internet abhängig machen. Auch vermittelt mir das Internet nicht, wie ich mit anderen Menschen erfolgreich zusammenlebe und zusammenarbeiten kann. Aber das Internet macht Wissen für alle einfach und schnell zugänglich, und jeder kann für sich entscheiden, wann er etwas nachlernen oder neu dazulernen möchte. Internet und Schule, nicht entweder oder, sondern sowohl als auch. Oder wie Murat Kiziazlan sagt: „Das ist möglich, so sehe ich auch die Zukunft!“

MediaCampus Reporter Maximilian Hassel, Klasse 8c, Steinbart-Gymnasium, Duisburg

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