Schule

Spaß für Flüchtlingskinder - Schüler starten Projekt

Um Flüchtlingskindern ein bisschen „Kind sein“ zurückzubringen, haben sich Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums Projekte überlegt.

Um Flüchtlingskindern ein bisschen „Kind sein“ zurückzubringen, haben sich Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums Projekte überlegt.

Foto: dpa

Monheim.   Endlich mal wieder Kind sein dürfen - Antonia Trost, Aliya Nguyen und Gina Riemann über ein Projekt für Flüchtlingskinder.

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Spaß kann man haben, egal aus welcher Kultur man kommt. Was Schüler vom Otto-Hahn-Gymnasium unter diesem Motto für Flüchtlingskinder tun, ist bewundernswert.

Im letzten Jahr sind alleine über 65 000 Flüchtlinge nach Deutschland gekommen, Tendenz steigend. Unter anderem auch nach Monheim. Aufgrunddessen, was sie auf ihrer Reise erlebt haben, versuchen Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums Flüchtlingskinder auf andere Gedanken zu bringen, indem sie mit ihnen Fußball spielen, tanzen und sie wie ganz normale Mitschüler behandeln.

Drei 16- bis 17-jährige Jungen haben sich dazu entschieden eine Fußballgruppe zu bilden. Willkommen sind alle Flüchtlingskinder der internationalen Klasse von der Sekundarschule neben dem Otto-Hahn-Gymnasium. Es können aber auch Kinder ohne Migrations- oder internationalen Hintergrund kommen. Sie haben das Projekt mit den Flüchtlingskindern übernommen, da sie die Kindern, denen es nicht so gut geht, aus ihrem jetzigen, unschönen Alltag herausholen wollen. So können sie einfach mal nur Kind sein.

Projekt seit dem Sommer geplant

Dieses Projekt wurde seit den Sommerferien geplant, aber erst kurz nach den Herbstferien umgesetzt. „Wir machen das nur zum Spaß und freiwillig“, sagte einer der drei Jungs. Des Weiteren wurde in der Aula des Otto-Hahn-Gymnasiums ein weiteres Projekt für Flüchtlingskinder umgesetzt. Dies wird von zwei 15 und 16 Jahre alten Mädchen geleitet. Mit Stolz leiten sie eine Tanzgruppe seit den Herbstferien. Sie kamen auf die Idee mit Flüchtlingskindern zu tanzen, weil sie sie vom Alltag wegbringen wollen und auch selber Spaß am Tanzen haben. Sie wurden schon öfters mit negativer Kritik konfrontiert, dennoch lassen sie sich nicht davon abschrecken. „Wir sind stolz auf das, was wir tun.“ Die Tanzgruppe betreut Flüchtlingskinder im Alter von zehn bis 15 Jahren.

Die beiden Aktionen wurden von den beiden Lehrerinnen Linda Gisecke und Maj-Britt Schröder ins Rollen gebracht. Gisecke setzt sich aktiv für Flüchtlingskinder ein, indem sie die Jungen und Mädchen unterstützt und ihnen Ratschläge gibt. Sie freut sich über die Hilfsbereitschaft der fünf Jugendlichen und hofft, dass noch weitere Schüler sich für Flüchtlinge einsetzen wollen. Sie ist stolz, dass das Projekt so gut läuft und hofft, dass es auch so bleibt. Sie würde sich freuen, wenn alle Menschen so denken würden und ihrem Handeln eine neue Richtung geben würden. So könnten alle in einem friedlichen Miteinander leben und der Hass auf Fremde endlich aufhören, weil jeder es verdient hat, glücklich zu leben.

Antonia Trost, Aliya Nguyen und Gina Riemann, Klasse 8c, Otto-Hahn-Gymnasium Monheim

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