Fußball

Sie nennen ihn Eisenfuß: Ex-Fortuna-Profi Heiner Baltes

Heiner Baltes war elf Jahre Fußballprofi bei Fortuna Düsseldorf. Er wohnt auch heute noch in Unterbach.

Heiner Baltes war elf Jahre Fußballprofi bei Fortuna Düsseldorf. Er wohnt auch heute noch in Unterbach.

Foto: Lars Heidrich

Düsseldorf/Erkrath.   Er zählt zu Fortunas Helden: Heiner Baltes gewann mit Düsseldorf zweimal den DFB-Pokal und stand im Europapokalfinale. Timon und Philipp sprechen mit ihm über die größten Erfolge – und über seine Verletzungen.

Heiner Baltes, Jahrgang 1949, war von 1970 bis 1981 Fußballprofi bei Fortuna Düsseldorf. Timon und Phillip treffen ihn in seinem Wohnhaus in Unterbach. Im Interview erinnert sich Baltes an seine aktive Zeit bei der Fortuna. Er spricht über die größten Erfolge – und über seine Verletzungen.

Wo hat Ihre Fußballkarriere eigentlich begonnen?
Heiner Baltes: Angefangen habe ich beim SC Unterbach in der E-Jugend. Dort habe ich bis zu meinem 17. Lebensjahr gespielt und den Grundstein für meine weitere Karriere gelegt. Dann bin ich zu Fortuna Düsseldorf gewechselt und habe meinen ersten Profivertrag unterschrieben. Dem SC Unterbach bin ich aber immer verbunden geblieben, sei es als Trainer, Vorsitzender und auch als Spieler der Alte-Herren-Mannschaft.


Rückblickend, welches Fußballspiel war für Sie das bedeutendste?
Baltes:Ein oder das bedeutendste Spiel gab es für mich nicht, dennoch sind viele schöne Spiele in meiner Erinnerung. So wurde ich zum Beispiel mit dem SC Unterbach Stadtmeister im Jahre 1967, da war ich 17 Jahre alt. Dreimal hintereinander habe ich mit der Fortuna das DFB-Pokalendspiel erreicht, wobei wir zweimal (1979 und 1980) als Sieger den Platz verließen. Ein Höhepunkt war auch das Europapokalendspiel 1979 gegen den FC Barcelona, das wir aber leider 3:4 verloren. Auch die Olympiateilnahme 1972 ist mir in einmaliger Erinnerung geblieben. Insgesamt kann ich auf eine 14-jährige Fußballkarriere zurückblicken. Mein letztes Profi-Spiel war 1981 gegen Leverkusen.


Werden Sie in der Öffentlichkeit denn noch erkannt, Herr Baltes?
Baltes: (lacht) Durchaus erkennen mich die älteren Jahrgänge immer noch. Sie kennen auch meinen Spitznamen „Eisenfuß“ und auch noch meine Spielposition, nämlich Vorstopper oder auch Rechter Verteidiger. Den Jüngeren ist der Name wohl noch bekannt, auf der Straße erkennen sie mich aber nicht mehr.


Was haben Sie nach Beendigung Ihrer Fußballkarriere gemacht?
Baltes: Obwohl ich gelernter Autoelektriker bin, habe ich zunächst bei einem bekannten Sportartikelhersteller gearbeitet und noch weitere Jobs ausgeübt. Seit drei Jahren bin ich nun im wohlverdienten Ruhestand.


Wie sah es denn mit Verletzungen bei Ihnen aus?
Baltes: Tja, wie jeder Fußballer hatte ich leider auch die typischen Verletzungen. Anderthalb Jahre musste ich aufgrund eines Schienen- und Wadenbeinbruchs pausieren. Diese Verletzung war sehr langwierig. Dann hatte ich immer mal wiederProbleme mit den Kreuzbändern und der Achillessehne. Die Dauerbelastung im Profileistungssport merke ich noch heute in meinen schmerzenden Knien.


Timon Sauermann & Philipp Schwitteck, Klasse 8c, Gymnasium am Neandertal, Erkrath

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