Schule

Ist das Berufskolleg eine Alternative zum Gymnasium?

Viele Wege führen zum Abitur: Höherwertige Schulabschlüsse gibt es nicht nur am Gymnasium. Auch am Berufskolleg gibt es gute Angebote.

Viele Wege führen zum Abitur: Höherwertige Schulabschlüsse gibt es nicht nur am Gymnasium. Auch am Berufskolleg gibt es gute Angebote.

Foto: WR

Düsseldorf.   Viele Schüler kennen die Möglichkeiten des Berufskolleg nicht oder zu wenig. Das glaubt zumindest Zeus-Reporterin Frederike Hanisch. Die Düsseldorferin will über die Angebote an Berufskollegs informieren und sprach deshalb mit zwei Schulleiterinnen in ihrer Heimatstadt.

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Viele Realschüler stehen zurzeit vor der Frage, welchen Weg sie nach dem Abschluss einschlagen sollen. Für alle, die nicht sofort in den Beruf gehen wollen, gibt es viele Möglichkeiten, höherwertige Schulabschlüsse zu erreichen. Um das Abitur zu bekommen gibt es im Wesentlichen drei Möglichkeiten: das Aufbaugymnasium, das Berufskolleg und das traditionelle Gymnasium mit Wiederholung der Klasse 10 (G8).

Abschluss mit Abitur

Viele Schüler kennen die Möglichkeiten des Berufskollegs nicht oder zu wenig. Ein Berufskolleg bietet Realschülern und Gymnasiasten viele Möglichkeiten, zum Beispiel zur Fachhochschulreife oder zum Abitur zu gelangen. Es werden auch Bildungsgänge angeboten, die neben dem schulischen Abschluss auch zu einem Berufsabschluss hinführen. Dies ist unter anderem bei naturwissenschaftlichen Bildungsgängen (z. B dem umwelttechnischen oder dem physikalisch-technischen Assistenten) bei künstlerischen Bildungsgängen (wie dem gestaltungstechnischen Assistenten) oder bei sprachlichen Bildungsgängen (wie dem Fremdsprachenkorrespondenten) möglich. Die Bildungsgänge mit einem beruflichen Abschluss und Abitur dauern drei Jahre und drei Monate.

In einem Gespräch sagte Angelika Pick, die Schulleiterin der Lore-Lorentz-Schule und Sprecherin der Schulleiter von Berufskollegs, dass es drei entscheidende Vorteile des Berufskollegs gegenüber dem Gymnasium gebe. Der erste Vorteil bestehe darin, dass alle Schüler mit der Klasse 11 neu am Berufskolleg anfangen und niemand „der Neue“ sei wie es bei einem Gymnasium der Fall wäre. Ein zweiter Vorteil am Berufskolleg sei, dass alle Schüler einen Bildungsgang wählten, so dass sie fast immer im Klassenverband blieben und zu dem Abitur noch einen Berufsabschluss machen könnten. Angelika Pick und Heike Joerß, die Schulleiterin des Walter-Eucken-Berufskollegs, wiesen darauf hin, dass es keine Nachteile im Abschluss gebe, da die Schüler alle die allgemeine Hochschulreife erlangten.

Trotzdem ist das Berufskolleg nicht leichter, da man dort das gleiche Abitur schreibt wie am normalen Gymnasium.

Der Unterricht zwischen dem Gymnasium und dem Berufskolleg hat Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Man hat den Unterricht dem Beruf angepasst, so wählt man auch nicht alle Fächer, die es am Gymnasium gibt, aber man muss ebenfalls die Hauptfächer wie Mathematik, Deutsch und Englisch und eine zweite Fremdsprache belegen. Dennoch unterscheiden sich auch diese Fächer voneinander. Man hat zwar die gleichen Themen wie an einem Gymnasium, aber auch diese Fächer sind dem Bildungsgang angepasst. In Deutsch wird den Erziehern das Thema Kommunikationsanlässe am Beispiel von Kindern beigebracht.

Insgesamt ist das Berufskolleg eine gute Alternative zum Gymnasium, insbesondere für Schüler, die schon wissen, welchen Beruf oder welches Studium sie später wählen wollen.


Frederike Hanisch
, Klasse 8b , Theodor-Fliedner-Gymnasium, Düsseldorf

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