Führerschein

Für beide Seiten nicht ganz einfach

Aller Anfang ist schwer, nicht nur für die Fahranfänger sondern auch für die Begleiter.

Aller Anfang ist schwer, nicht nur für die Fahranfänger sondern auch für die Begleiter.

Foto: FUNKE Foto Services

Hilden.   Der begleitende Führerschein, bei dem Jugendliche im Beisein einer Aufsichtsperson bereits mit 17 Jahren autofahren dürfen, birgt Vor- und Nachteile. Tochter und Vater schildern ihre Sicht der Dinge.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Glaub mir, die Prüfung ist nichts im Gegensatz zu der ersten Fahrt mit deinen Eltern“, warnte mich mein Fahrlehrer und da habe ich noch gedacht, er nimmt mich auf den Arm. Aber so schnell kann man sich täuschen. Denn nun hat man nicht mehr einen Fahrlehrer neben sich oder einen Prüfer hinter sich sitzen, sondern Fahrlehrer und Prüfer in einer Person: Die lieben Eltern.

„Pass auf! Nicht zu schnell! Gib gas!“ Am laufenden Band kommen Warnungen, Hinweise, Verbesserungsvorschläge. „Wir wollen dir doch nur Tipps geben!“; ist die Rechtfertigung für alles. Da hat man den Führerschein bestanden und die Prüfung geht beim „Eltern-TÜV“ weiter.

Ab und zu denke ich mir: „Ich habe den Führerschein nicht einfach so bekommen, ich kann schon fahren.“ Aber ich weiß, dass meine Eltern es nur gut mit mir meinen und sie mir nur helfen wollen. Dies schätze ich auch sehr!

Das sagt der Vater...

„Fährt sie nicht zu dicht auf? Bremst sie nicht zu spät? Ist der Seitenabstand nicht zu klein?“, sind regelmäßige Fragen. die mir durch den Kopf gehen während der Fahrt. Das kann selbst das stärkste Elternteil nicht einfach so wegstecken. Schon gar nicht, wenn der Frischling meint: „Prüfung bestanden, ich kann das!“

Erst wird gemeutert und dann gefragt ob es so richtig ist, zum Bespiel beim Einparken. Und alles wird genau so gemacht, wie in der Fahrschule gelernt, wobei die Feinheiten erst vom Begleiter vermittelt werden.

Etwas Positives hat die harte Lernphase aber auch. Zum Beispiel: Ein kostenloses Taxi für die Eltern oder ein Stück Unabhängigkeit des Kindes. Und mal ganz ehrlich gesagt: Im Großen und Ganzen hat die Fahrschule eine sehr gute Vorarbeit geleistet.

MediaCampus-Autorin Sara Schmidt, klasse WGY43, Berufskolleg Hilden

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben