Tierheim Castrop-Rauxel

Ein Leben hinter Gittern

Auch Kleintiere warten im Tierheim Castrop-Rauxel auf neue Besitzer – unter anderem Chinchillas.

Auch Kleintiere warten im Tierheim Castrop-Rauxel auf neue Besitzer – unter anderem Chinchillas.

Foto: Shirin Wolf

Castrop-Rauxel.   Etwa 60 Tiere leben zurzeit im 2500 Quadratmeter großen Tierheim Castrop­Rauxel. Sie hoffen auf ein neues Leben bei netten Frauchen und Herrchen.

Stille. Am Eingang des Tierheims bekommt man ein beklemmendes Gefühl. Außer uns steht hier noch eine Familie, die sich um eine Patenschaft für einen Hund bemühen will.

Das Tierheim Castrop-Rauxel am Deininghauser Weg 45 hat eine Flächevon 2500 Quadratmetern und beherbergt momentan etwa 60 Tiere. Es gibt 17 Hundeboxen, acht Katzenboxen und 25 Kleintiergehege. Das Tierheim gehört zum Tierschutzverein Castrop-Rauxel. Dieser wurde 1953 gegründet und hat 300 Mitglieder.

Das Tierheim nimmt im Jahr 300 Tiere auf. Man hat eine Auswahl zwischen Hunden, Katzen und mehreren Kleintieren. Im Tierheim arbeiten zwei Ganztagspfleger, vier Teilzeitkräfte und ein paar Minijober.

Als erstes werden wir ins Katzenhaus geführt, dann in die Küche, wo das Futter für die Katzen vorbereitet wird. Dort werden uns ein paar Fragen beantwortet. Zum Beispiel, ob man von der Arbeit als Tierpfleger leben kann. Frau Krämer, eine der Tierpflegerinnen, bestätigt uns dies. Nachdem unsere Fragen beantwortet wurden, dürfen wir die Katzen besuchen. Es gibt vier Räume mit Außenbereichen, in denen die Katzen leben.

Wir dürfen uns alle ein Katzenspielzeug nehmen und müssen spezielle „Socken“ über unsere Schuhe ziehen, wegen der Hygienevorschriften. Erst dann dürfen wir zu den Katzen hinein. Wir gehen in zwei verschiedene Räume und spielen mit den Katzen. Eine von uns nimmt sogar eine Katze auf den Arm. Das Fell ist ganz weich. Danach legen wir alles wieder ab und gehen auf den Hof.

Dort rennen zwei große dunkelbraune Doggen auf uns zu. Die beiden sind sehr aufgedreht und freuen sich. Wir schrecken zusammen. Wir gehen weiter zu den Boxen in denen weitere Hunde leben. Danach gehen wir alle zu den Kleintieren. Das Tierheim beherbergt Chinchillas, Meerschweinchen und Kaninchen, aber von Vögeln, Fischen und Co. ist nichts zu sehen.

Krämer führt uns weiter herum, bis zu einem kleinen Haus. Wir gehen mit ihr in einen Nebenraum. Sie nennt diesen Raum „Pommesbude“ , weil sie dort nur das Fenster öffnen und „ es gibt Essen“ rufen muss und schon kommen die zwei Doggen zum Fenster, stellen sich hin und wollen etwas zu fressen. Als wir das sehen, müssen wir alle lachen.

Danach gehen wir in die Quarantänestation. In dem Raum stehen mehrere kleine Käfige. Diese sind allerdings leer. Dann geht die Führung weiter und wir gehen auf den Speicher. Dort sind auch noch ein paar Tiere, die krank oder sehr anfällig sind. Eins der Tiere finden wir besonders interessant und zwar ein sehr großes, schwarz-weißes Kaninchen.

Dann neigt sich unser Besuch schon dem Ende zu. Aber bevor wir gehen, werden wir noch zu einer kleinen Holzhütte geführt. Dort gibt uns Krämer noch ein paar Hefte und anderes Informationsmaterial. Danach gehen wir zum Tor, verabschieden uns noch von allen, machen noch ein Erinnerungsfoto vor dem Eingang und fahren wieder nach Hause.

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