Musikschule

Musical in einem sprechenden Schloss

Jugendliche von der Musikschule Bottrop führen das Musical Peter Pan auf. In diesem Jahr proben sie für das Stück „La piccola banda“.

Jugendliche von der Musikschule Bottrop führen das Musical Peter Pan auf. In diesem Jahr proben sie für das Stück „La piccola banda“.

Foto: Labus / FUNKE Foto Services

Bottrop.   MC-Reporterin Anastasia Schneider blickt hinter die Kulissen der Proben für das neue Musical „La piccola banda“ der Bottroper Musikschule.

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Alle Jahre wieder führt der Kinder- und Jugendchor der Bottroper Musikschule ein Musical von Kindern für Kinder auf. Dabei schlüpfen Jugendliche und teilweise auch Kinder in Rollen, die sonst für Erwachsene bestimmt sind. In diesem Jahr dreht sich im Musical „La piccola banda“ alles um mittelalterliche Musik und ihren Tanz.

Doch was ist überhaupt ein Musical? Ein Musical ist ein Theaterstück, das neben Schauspiel zusätzlich noch Musik, Tanz und Gesang beinhaltet. Die Geschichte der modernen Musicals begann in den 1920er Jahren am New Yorker Broadway und verbreitete sich schnell im Londoner West End. London gilt ebenso wie Hamburg als Musical-Metropole.

Doch nun wieder zurück nach Bottrop. Das Musical „La piccola banda“ erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens namens Felicia, die von Zuhause wegläuft. Sie landet in einem alten, sprechenden Schloss, das sie einlädt, bei ihr zu bleiben. Im Inneren trifft sie auf weitere lebendige Gegenstände, wie ein Sofa oder mehrere Statuen. Felicias größtes Hobby ist das Schreiben von Geschichten für ihren kleinen Bruder Beniamino, der seiner Schwester heimlich gefolgt ist.

Singende Geister im Schloss

Damit Felicia im alten Schloss bleibt und eine Geschichte über dessen Bewohner schreibt, wird sie von den Guten Geistern des Hauses und dem kleinen Professor Piccolo Dottore in einem Geheimgang versteckt. Denn sie sind nicht alleine im Schloss, weil dies zusätzlich auch der Zufluchtsort der Kinderdiebesbande „La piccola banda“ ist, die von Massimo angeführt wird. Im Laufe des Musicals wird viel historische Musik gespielt, denn das Stück spielt während der Renaissance in Italien. Außer der mittelalterlichen Musik kommen aber auch schöne Duette und Soli vor, bei denen die Darsteller aufgrund der Höhe an ihre Grenzen gehen.

Das wird bei den Proben deutlich. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen für die im September stattfindenden Aufführungen. Auch die Rollen sind schon verteilt. Es gibt so viele unterschiedliche Rollen, dass für jeden etwas dabei war. Besonders beliebt waren drei bestimmte Rollen: das junge Mändchen Felicia, das kluge Rattenmännchen Pippo, und Bandenmitglied Chiara.

Sieben Sängerinnen im Casting

Da jedoch alle gut singen, war die Besetzung der Hauptrollen für die Chorleiterin so schwer, dass sie den ganzen Chor abstimmen ließ. Dies geschah bei einem Casting, bei dem die sieben Felicia-Kandidaten ein Solo vor dem ganzen Chor vorsagen. Alle waren sehr aufgeregt und hatten Angst, sich vor dem Chor zu blamieren, weil die Situation irgendwie doch eine ganz anders war, als wenn man mit dem Rücken zu seinen Chor-Kollegen steht. Doch nachdem die Rollen für Felicia verteilt waren, wurden die „Verlierer“ auf die anderen Rollen verteilt. Somit stand dann die Besetzung für dieses Jahr fest.

Doch leider gibt es nicht genügend Darsteller, um den Chor der „Guten Geister des Hauses“ zu verkörpern. Da müssen wohl die Eltern herhalten. Denn die sind in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. Viele der Eltern haben jetzt schon Angst, etwas falsch zu machen, denn die meisten haben noch nie im Chor gesungen, geschweige denn auf der Bühne gestanden. Da sind die Kinder deutlich entspannter. Doch auch sie sind etwas nervös, denn sie sind schließlich die Hauptakteure im ganzen Stück. Die größten Sorgen sind es, die Soli zu verhauen oder den Text zu vergessen.

Doch wie kommt das Musical bei den Darstellern selber an? „Gut“, glaubt jedenfalls Chorleiterin Christina Hanisch. Doch sie ist nicht die einzige, die so denkt. Denn auch Chormitglied Sila Ekinci, die die Rolle von Bandenmitglied Chiara verkörpert, ist mit dem Stück zufrieden. Das einzige, was die Darsteller stört, sind die hohen Töne, die teilweise wirklich schwer zu erreichen sind.

MC-Reporterin Anastasia Schneider, MSD 8, Josef-Albers-Gymnasium, Bottrop

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