Sport

„Modern Dance“ - kein Tanz wie jeder andere

Tänzer des „Modern Dance“ können bei Turnieren wie dem des Herner-Turn-Clubs ihr Können unter Beweis stellen.

Tänzer des „Modern Dance“ können bei Turnieren wie dem des Herner-Turn-Clubs ihr Können unter Beweis stellen.

Foto: WAZ FotoPool

Bottrop.   Für MC-Reporterin Laura Schweers ist Modern-Dance genau der richtige Sport. Sie verrät, was sie daran so fasziniert und für wen der Tanz geeignet ist.

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„Modern Dance“ ist ein Tanz für jeden Tanztyp. Es ist eine Mischung aus schnellen und harten, dennoch korrekten und auch weichen Bewegungen, die manchmal dem Tanzstils des Hip Hops und des klassischen Balletts ähneln. Es kann in der Gruppe oder mit einem Tanzpartner getanzt werden. Wer Modern Dance tanzen möchte, sollte sich einen Lehrer suchen, der einem bei dem richtigen Training hilft. Wer professionell tanzen möchte, kann auch an Wettbewerben teilnehmen, wie zum Beispiel den Duisburger Tanztagen.

In der Tanzwelt geht es von den ruhigen Tänzen wie zum Beispiel Ballett bis hin zu den schnellen und meist auch „coolen“ Tänzen, wie zum Beispiel Hip Hop oder Break Dance. Oft haben die Tänze etwas mit der Herkunft zu tun, wie etwa die Bauchtänze im Orient. Es gibt aber auch Ausnahmen, also Tänze, die eine Mischung aus völlig verschiedenen Tänzen sind. Eine bekannte Tanzart ist Modern Dance.

Ballettschulen, Tanzstudios, und Tanzausbildungen bezeichnen den Begriff Modern Dance weitgehend als ästhetische Abgrenzung zum klassischen Ballett und damit wird es heutzutage mehr unter dem Begriff „ zeitgenössischer Tanz“ zusammengefasst. Als tanzhistorischer Begriff bezeichnet Modern Dance eine Art des Bühnentanzes. Er hat sich in den USA aus Erneuerungsbestrebungen des klassischen Balletts und aus Einflüssen von Vaudeville, Pantomime, Stummfilm, avantgardistischen und exotistischen Strömungen ergeben. Er existiert seit etwa 1900. Viele kommen auf Modern Dance durch YouTube oder Bekannte.

Viel Gefühl

Beim Tanzen kann viel schief gehen, egal ob es die unkorrekten Bewegungen oder die falsche Vorbereitung sind. Während man die Bewegungen ausführt, ist der Körper immer gespannt und bereit zum Sprung. Man sollte ständig aufpassen, dass man alles beachtet, sonst kommt wieder der Tanzlehrer und ruft zum Beispiel: „Aufrecht sitzen“ oder „Füße strecken im Sprung“. Das kann echt nervig sein. Der Tänzer muss seinen Körper kontrollieren können und nicht umgekehrt. Selbst die Hände und Füße haben immer wichtige Aufgaben, die zum guten Aussehen des Tanzes beitragen.

Modern Dance Tänzer haben die Aufgabe, während des ganzen Tanzes die Choreographie korrekt und mit viel Gefühl den Zuschauern nah zu bringen. Die Gäste sollen die Geschichte hinter dem Tanz erkennen können. Bereits nach einer Unterrichtsstunde wird dies klar bewusst. Bei der Vorbereitung sollten Tänzer sich vor allem dehnen können und auch Spaß dabei haben. Denn sonst vergeht schnell die gute Laune, da man eigentlich sofort tanzen möchte. Am Anfang tut das dehnen etwas weh, doch das legt sich nach und nach.

Ein bekanntes Element des Dehnens ist der Spagat. Da heißt es dann „Zähne zusammen beißen, Augen zu und durch“. Denn nicht gedehnt zu sein, kann viele Verletzungen zur Folge haben. Möglich sind unter anderem eine Bänderdehnung oder sogar ein Bänderriss. Vor dem Dehnen muss man sich dennoch zuerst aufwärmen, damit die Muskeln vorbereitet sind und damit auch besser dehnfähig sind, das geht mit einer Runde Joggen.

Spaß am Tanzen und Disziplin

Nach dem Dehnen können die Tänzer anfangen, sich zur Musik zu bewegen. Voraussetzungen für Modern Dance sind folgende Punkte: Spaß am Tanzen, Lernfähigkeit, Disziplin, Ausdauer und Interessierte sollten nicht schmerzempfindlich sein. Modern Dance hat viel mit Springen und schnell hintereinander folgenden Bewegungen zu tun, da bleibt ein Sturz meist nicht aus. Doch das legt sich mit der Zeit. Bei eleganten Hebefiguren ist das Vertrauen sehr wichtig, sonst können auch da kleine Unfälle passieren. Hier bewahrheitet sich der Spruch „Übung macht den Meister“. Es dauert lange, bis zwei Personen die gemeinsamen Figuren in der Luft und auch am Boden perfekt beherrschen. Ein Tipp zum bequemen Tanzen ist es, sich luftige Stretch-Kleidung anzuziehen.

Modern Dance hat unter anderem durch die Ballett-Anteile den Ruf, ein reiner Mädchensport zu sein. Doch das stimmt so nicht. Denn auch Jungen betreiben diesen Sport. Generell kommt der Tanz sowohl bei Jungen und Mädchen als auch bei Frauen und Männern in jeder Altersklasse sehr gut an.

Modern Dance ist für mich wie eine andere Welt. Wenn ich die ersten Töne der Musik höre, verfalle ich in meine eigene Traumwelt. Ich lasse mich dann von dem Takt der Musik leiten und fühle mich wie ein freier Vogel fühlen. Was sich für andere wie ein schnulziger Text anhöre, ist für mich die Wirklichkeit.

Beim Modern Dance kann man gut den Kopf frei kriegen, vergisst alles um sich herum und fühlt sich sehr wohl, egal wie stressig der Tag war. Tanzen hilft durch eine schwierige Klausur oder persönliche Probleme.Wer also einen freien Kopf bekommen möchte und dabei etwas Gutes für seinen Körper tun will,ist bei Modern Dance genau richtig.

MC-Reporterin Laura Schweers, Klasse MSD 8, Josef-Albers-Gymnasium, Bottrop

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