Programmierung

Mit Hard- und Software die Welt verbessern

Bei „Jugend hackt“ wird getüftelt, gewerkelt und programmiert.

Bei „Jugend hackt“ wird getüftelt, gewerkelt und programmiert.

Bochum/Köln.  Bei „Jugend hackt West“ entwickeln Jugendliche interessante Programmier-Ideen, die sie sofort in die Tat umsetzen. Felix Schlegel ist einer von ihnen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Jugend hackt“ – in Berlin längst eine feste Größe – hatte im September in Köln Premiere. Unter dem Motto „Mit Code die Welt verbessern“ haben 40 Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren ein Wochenende lang eigene Hard- und Softwareprojekte entwickelt und umgesetzt. Unterstützt wurden sie dabei von 18 ehrenamtlichen Mentoren aus der IT-Szene.

MediaCampus-Reporter Felix Schlegel hat sich beworben, um an diesem außergewöhnlichen Event teilzunehmen und wurde angenommen. Seine Erlebnisse hat er in einem Erfahrungsbericht zusammengefasst.

Felix Wochenende bei „Jugend hackt West“

Es ist Freitagnachmittag, ich bin bei „Jugend hackt West“ in Köln angekommen. Ich bin so gespannt auf das, was jetzt auf mich zukommt. Als erstes spielen wir „Multiplayer Schnick Schnack Schnuck“, um uns ein bisschen besser kennenzulernen. Dann geht es auch schon mit einem Brainstorming los. Wenn wir mit unseren Projekten, die Welt ein kleines bisschen verbessern wollen, brauchen wir schließlich eine Programmieridee. Das Ergebnis sind acht Projektvorhaben aus den Bereichen Bildung, Freizeit, Gesellschaft, Gesundheit, Umwelt und Überwachung.

Eine App mit personalisierte Nachrichten programmieren

Ich begebe mich zu einer Gruppe, die sich mit dem Thema „Nachrichten personalisieren“ beschäftigt. Das Ziel ist die Entwicklung einer App, die dem Leser aktuelle Nachrichten zu einem Thema, das ihn besonders interessiert gibt. Ein anderes interessantes Projekt befasst sich mit der Frage, wie ehrenamtliche Helfer mit Flüchtlingen zusammengebracht werden können.

Nachdem sich alle Gruppen gefunden haben, geht es endlich mit dem Programmieren los. Die aufgeregten Jugendlichen klappen ihre silbernen MacBooks auf, um ihre Ideen in die Realität umzusetzen. „An ‘Jugend hackt West’ gefällt mir, dass man zusammen mit anderen Jugendlichen Projekte entwickelt“, sagt Peter Heynmöller, der zum ersten Mal dabei ist.

Am Abend wird es plötzlich spannend im Gemeinschaftsraum. Alle versammeln sich dort, denn der technikerfahrene Mentor Peter Fuhrmann hat es geschafft, mit einem Lichtbogen die Titelmusik von „Star Wars“ zu spielen. Großartig. Doch auch das eigene Projekt will weiterentwickelt werden. Also geht’s zurück an die Arbeit. Die Zeit vergeht wie im Flug. Mittlerweile ist es drei Uhr nachts und mein Team und ich gehen langsam schlafen, denn wir sind alle todmüde.

15 Minuten vor der Präsentation – technische Probleme

Am nächsten Morgen werden alle Projekte einer Jury und einem Publikum vorgestellt. Wir sind total aufgeregt. Beim letzten Test unserer Software bemerken wir, dass irgendetwas nicht funktioniert. Und das 15 Minuten vor unserer Präsentation, die vor 100 Leuten stattfindet! Alle aus meinem Team sind total verzweifelt und wissen nicht, was sie nun machen sollen. Doch Mentor Tim van Cleef hilft uns, den Fehler zu finden. Gerade rechtzeitig schaffen wir es, die Software zum Laufen zu bringen.

Auf dem Weg zum Präsentationsraum traue ich meinen Augen nicht. Vor mir steht der Fernsehmoderator Ralf Caspers, der als Überraschungsjurymitglied gekommen ist. Dann ist es auch schon so weit. Wir sind dran. Trotz Nervosität verläuft die Präsentation sehr gut. Jury und Publikum sind begeistert. Unser Projekt gewinnt zwar nicht, aber das Wochenende war eine tolle Erfahrung.

Felix Schlegel, Klasse 8A, Schiller-Schule, Bochum

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben