Filmkritik

Zwei Preise für „Willkommen bei den Hartmanns“

Die Produzenten Michael Verhoeven  und Simon Verhoeven erhalten vom Schauspieler Eric Kabongo bei der Verleihung des Bayerischen Filmpreises ihre Auszeichnung. Die Produzenten wurden mit dem Produzentenpreis für den Film "Willkommen bei den Hartmanns"· ausgezeichnet.

Die Produzenten Michael Verhoeven und Simon Verhoeven erhalten vom Schauspieler Eric Kabongo bei der Verleihung des Bayerischen Filmpreises ihre Auszeichnung. Die Produzenten wurden mit dem Produzentenpreis für den Film "Willkommen bei den Hartmanns"· ausgezeichnet.

Foto: Tobias Hase/dpa

Bochum.   „Willkommen bei den Hartmanns“ räumte bei der Verleihung des Bayerischen Filmpreises ab. Max Schulte-Vels verrät euch, warum sich der Film lohnt.

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Die Flüchtlingskomödie „Willkommen bei den Hartmanns“ konnte bei der Verleihung des Bayerischen Filmpreises den Produzentenpreis und den Publikumspreis abräumen. Im Film beschließt Angelika Hartmann gegen den Willen ihres Mannes einen Flüchtling namens Diallo aufzunehmen. Der gerät in eine von Problemen behaftete Familie, die nach Ruhe und Stabilität sucht.

Der Vater (Heiner Lauterbach) ist mit sich und der Welt nicht im Reinen und tut sich schwer anzuerkennen, dass er zu einem alten Mann geworden ist, seine Tochter Sophie (Palina Rojinski) hat mit dem Ruf der Dauerstudentin zu kämpfen, ihr Bruder Philip (Florian David Fitz) hat Schwierigkeiten, das Berufliche mit der Rolle als Vater zu vereinbaren und Mutter Angelika (Senta Berger) ist auf der Suche nach Aufgaben.

Integration in Deutschland

Der Film begleitet Diallo bei der Integration in Deutschland. Durch unglückliche, aber komische Ereignisse muss er um seinen Asylantrag bangen. Alles läuft auf ein dramatisches Ende zu und die erst parallel verlaufenden Geschichten werden zu einem herrlichen Finale zusammen gesteuert.

Der Regisseur Simon Verhoeven lässt den Zuschauer in die problematische Welt der Familie Hartmann eintauchen und so auch um das Wohl aller bangen. Bei teils überzogenen Witzen spricht die Komödie aber auch sehr ernste Themen an, da Familie Hartmann und Diallo oft mit rassistischen Ereignissen konfrontiert werden. In einer sehr emotionalen Szene berichtet der nigerianische Flüchtling über die Terrormiliz Boko Haram, die das Land in Westafrika in Angst und Schrecken versetzt und seine Familie getötet hat.

Der Film schafft es, ein ernstes und aktuelles Thema mithilfe von populären Schauspielern wie Elyas M’Barek und Palina Rojinski in einer kurzweiligen Komödie anzusprechen und die Zuschauer zum Nachdenken anzuregen.

MC-Reporter Max Schulte-Vels, Klasse 8a, Schiller-Schule, Bochum

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