Filmkritik

Willkommen bei den Hartmanns

Die Schauspielerin Senta Berger spielt eine der Hauptrollen in der Komödie.

Die Schauspielerin Senta Berger spielt eine der Hauptrollen in der Komödie.

Foto: Tobias Hase/dpa

Bochum.   In „Willkommen bei den Hartmanns“ geht es um eine Familie, die einen Flüchtling aufnimmt. Ein Film, der die Augen öffnet, findet Lilli Dietz.

Der Film „Willkommen bei den Hartmanns“ ist eine Komödie, die ein aktuell ernstes Thema aufgreift und ein gängiges Klischee gegen Flüchtlinge beinhaltet.

Der Film erzählt die Geschichte der Familie Hartmann, Rentnerin Angelika Hartmann (Senta Berger), ihrem Mann Richard Hartmann (Heiner Lauterbach), deren Burn-Out gefährdeten Sohn Philipp Hartmann (Florian David Fitz), ihrer Tochter Sofie Hartmann (Palina Rojnski), Philipps Sohn Basti und Diallo (Eric Kobongo), einem jungen Nigerianer, der im Krieg seine Familie verloren hat. Für ihn steht noch nicht fest, ob er Asyl bekommt.

Die Charaktere

Richard ist mit sich und der Welt unzufrieden. Er will nicht alt werden und seinen Job als Facharzt weiter ausüben, bei dem er mittlerweile Bedenken hat. Er spricht das bei seinem Freund, der Schönheitschirurg ist, an. Dieser spritzt ihm die Falten weg, gibt ihm neue, coolere Klamotten und nimmt ihn mit in die Disco.

Angelika ist alleine, den einzigen, den sie noch richtig hat, ist Diallo. Als sie merkt, dass sich ihr Mann die Falten wegspritzen lassen hat, spricht sie das an. Doch Richard streitet alles ab und lässt sie zurück.

Sofie studiert seit einigen Jahren. Jedes Studium hat sie abgebrochen, weil es ihr nicht gefällt. Und jetzt hat sie einen Psychopathen an der Backe, der sie anhimmelt.

Philipp ist Geschäftsmann und arbeitet sehr viel im Ausland. Er hat nur noch Stress und keine Zeit für seinen Sohn Basti. Sein Sohn ist deshalb unzuverlässig und schlecht in der Schule. Er fliegt fast von der Schule.

Diallo ist sehr dankbar dafür, dass ihn die Hartmanns aufgenommen haben. Er versucht Angelika und Richard alles recht zu machen und packt überall, wo er nur kann, mit an. Er schließt sich einer Sportgruppe an, wo er eine Frau kennen lernt, die er sehr mag.

Ein ernstes Thema wird humorvoll behandelt

Der Film handelt vom alltäglichen Leben der Familie Hartmann, das sich mit dem Einzug des Flüchtlings Diallo stark verändert. Der Nigerianer gehört jetzt zur Familie (auch wenn Richard dies nicht wahrhaben möchte). So kommt es zu turbulenten Ereignissen, zum Beispiel zu einer unerwünschten Hausparty, die von Angelikas Freundin als „Willkommensparty“ für Diallo geplant wurde.

Durch Diallo, der zusammen mit Basti einen Vortrag gehalten hat und seine eigene Geschichte erzählt, fliegt Basti nicht von der Schule. Dieser Vortrag wurde von Mitschülern gefilmt und ist letztendlich der entscheidende Grund dafür, dass in der Gerichtsverhandlung beschlossen wurde, dass Diallo Asyl bekommt.

Ich finde den Film sehr gut, weil er von einem ernsten Thema handelt, aber humorvoll und mit vielen kleinen Gags gestaltet ist. Der Film stellt ein realistisches Problem einer Familie dar. Dieses Problem haben sicherlich auch viele andere. Außerdem finde ich, dass der Film gut gelungen ist, weil er manchen Menschen, die nicht wissen, was Flüchtlinge durchmachen müssen, die Augen öffnet. Ich würde den Film auf jeden Fall weiter empfehlen, weil ich denke, dass er für jedermann etwas ist.

MC-Reporterin Lilli Dietz, Klasse 8c, Schiller-Schule, Bochum

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben