Kommentar

Wildtiere gehören nicht in den Zirkus

Wildtiere wie Elefanten im Zirkus? Das geht gar nicht, finden Tierschützer.

Wildtiere wie Elefanten im Zirkus? Das geht gar nicht, finden Tierschützer.

Foto: Yuri Kochetkov/dpa

Bochum.   Kein Tier der Welt verdient es, unter schlechten Bedingungen zu leben. Deshalb gehören Wildtiere nicht in den Zirkus, sagt MC-Reporterin Maline.

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Seit dem Jahr 2002 ist der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz verankert. Die Haltung von sogenannten Wildtieren wie Bären, Löwen oder Elefanten in Zirkussen ist deshalb umstritten. Einige Städte haben sich deswegen dazu entschlossen, keine Plätze mehr an Zirkusse mit Wildtierhaltung zu vermieten – Bochum gehört nicht dazu.

Allein in Berlin gab es in den letzten fünf Jahren mehr als 144 Fälle bezüglich Verstößen gegen tierschutzrechtliche Anordnungen. Dies zeigt deutlich: Die Wildtierhaltung in Zirkussen ist mehr als problematisch. Während Elefanten und Löwen bunt geschmückt die Zuschauer in der Manege begeistern, sieht es hinter den Kulissen ganz anders aus.

Kein Tier verdient solche Bedingungen

Dort sieht man Tiere, die in engen Käfigen eingesperrt oder an Ketten gefesselt sind und ihren Bewegungsdrang nicht ausleben können. Diese alles andere als artgerechte Haltung führt zu gravierenden Verhaltensstörungen und chronischen Erkrankungen. Tiere, die eigentlich in der Herde leben, werden einzeln oder in kleinen Gruppen gehalten. Kein Tier der Welt verdient es, unter solchen Bedingungen leben zu müssen.

Der Zirkus kann auch ohne Wildtiere attraktiv sein. Einige Zirkusunternehmen verstehen es, ihr Publikum auch anders zu unterhalten, zum Beispiel mit Magie, Akrobatik oder Clowns.

MC-Reporterin Maline Moritz, Klasse 8c, Schiller-Schule, Bochum

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