Sport

Wie man Quidditch in der Muggelwelt spielt

Das Bochumer Quidditch-Team „Ruhr Phoenix“ in einem Spiel gegen Bonn.

Das Bochumer Quidditch-Team „Ruhr Phoenix“ in einem Spiel gegen Bonn.

Foto: Gero Helm

Bochum.   Zwei Studenten aus Amerika haben „Quidditch“ in die reale Welt geholt. Wie das funktioniert, verrät euch MC-Reporter Gabriel Schlingermann.

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„Groups up“ schreit einer der Schiedsrichter und zwölf Spieler rennen aufeinander zu und schnappen sich die Bälle. Es gibt ein Getümmel bei dem jeder versucht an einen Ball zu kommen und einen Punkt zu machen: Das ist Quidditch.

Dieser recht kontaktfreudige Sport wurde von der berühmten Autorin J. K. Rowling erfunden. Zuerst denkt man, es wäre eine verrückte Idee eine Sportart zu spielen, bei der in den „Harry Potter“-Büchern jeder auf einem Besen fliegt. Und zugegeben ganz genauso wie in den Büchern und Filmen ist das Spiel nicht, aber es ähnelt stark. Das gesamte Spiel findet selbstverständlich auf dem Rasen statt und nicht in der Luft. Ebenso wie in den Büchern spielen Männer und Frauen das Spiel gemeinsam.

Das Spiel wurde 2005 von zwei Studenten aus den „Harry Potter“-Büchern übernommen und etwas verändert. Einer von vier Bällen muss durch einen von drei Ringen geworfen werden, gewöhnliche Gymnastikringe, die mit Panzer-Tape an ein bis zwei Meter hohen Stangen befestigt sind. Jede Mannschaft hat drei Ringe.

Als „Schnatz“ dient eine Socke

Pro Team gibt es drei Stürmer, die eine ähnliche Aufgabe haben, wie bei dem allen bekannten Sport: Fußball. Sie müssen nämlich den eben genannten Ball durch einen der drei Gymnastikringe der gegnerischen Mannschaft werfen. Dabei bringt ein Treffer zehn Punkte. Allerdings sind sie auch Verteidiger. Aber um Tore zu verhindern, hat jedes Team auch noch einen „Ringhüter“. Dann hat jede Mannschaft noch zwei weitere Spieler, die „Treiber“. Diese müssen die anderen Spieler mit drei Bällen abwerfen. Wenn jemand getroffen wurde, muss er den Ball fallen lassen, falls er einen in der Hand hält, und zu einem seiner Torreifen laufen, damit er wieder mitspielen kann.

Nach siebzehn Minuten Spielzeit läuft jemand auf das Spielfeld, der einen Tennisball in einer Socke an seinem Gürtel befestigt hat. Dieser Ball wird „Schnatz“ genannt. Die sogenannten „Sucher“ müssen ihm die Socke mit dem Ball entreißen, diese Spieler kommen ebenfalls erst auf das Feld, wenn der „Schnatz“ auf dem Feld ist. Wenn die Socke entrissen wurde, ist das Spiel vorbei und die Mannschaft, die die Socke hat, bekommt dreißig Punkte.

Es gibt verschiedene Quidditch-Vereine, zum Beispiel das „Ruhr Phoenix“-Team in Bochum oder die „Basilisken“ in Bielefeld. Auch Wettbewerbe vom „Deutschen Quidditchbund“ gibt es regelmäßig, zuletzt fanden Mitte Januar die Winterspiele statt.

MC-Reporter Gabriel Schlingermann, Klasse 8d, Schiller-Schule, Bochum

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