Sport

Was sind Parkour und Freerunning?

Ein Freerunner am Kennedyplatz in Essen.

Ein Freerunner am Kennedyplatz in Essen.

Foto: Walter Buchholz

Bochum.   Immer wieder sieht man Jugendliche durch die Stadt springen und balancieren. Was es damit auf sich hat, erklärt euch MC-Reporter Tim Kellmann.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die sportlichste Art sich durch die Stadt zu bewegen: Springen, hangeln, rutschen, balancieren. Was Anfang des 20. Jahrhunderts in Frankreich als Training in der Natur begann, ist heute ein beliebter Freizeitsport bei vielen Jugendlichen. Fast in jeder Stadt gibt es Sportbegeisterte, die sich regelmäßig zum gemeinsamen Freerunning treffen, entweder im Verein oder frei organisiert.

Freerunning und Parkour sind allerdings unterschiedliche Disziplinen. Im Parkour geht es darum, sich so effizient wie möglich von A nach B zu bewegen. Beim Freerunning geht es um die Bewegung an sich. In Filmen werden die Techniken des Parkour und Freerunning oft bei Verfolgungsjagden angewendet. Manche Tricks sind auch aus dem „Martial Arts Tricking“ übernommen worden.

Die richtige Falltechnik ist wichtig

Wer diese Art von Bewegung selber ausprobieren möchte, kann zum Beispiel zum Probetraining zu den „Urban Tracers“ in Bochum kommen. Alle Anwesenden bauen zunächst die Hindernisse und Matten auf. Kästen, Barren und Mattenstapel werden in der Sporthalle verteilt. Die Kästen dienen als Mauern, die Barren als Geländer und die Matten fangen die Sprünge und Salti auf. Jeder Anfänger lernt zuerst, wie man sich abrollt – das wichtigste Element für jeden Freerunner. Die richtige Falltechnik verringert die Verletzungsgefahr. Danach kann der Einsteiger üben, kleinere Mauern zu überwinden.

Wenn alle Grundlagen ausprobiert wurden, ist es Zeit mit den Fortgeschrittenen zu trainieren. Unter Anleitung des erfahrenen Trainers Tim kann auch ein Anfänger einen Salto wagen. Die eineinhalb Stunden Training verfliegen im Nu. Dann muss man auch schon abbauen. Als Abschluss des Trainings treten alle Turner in einen Kreis und jeder, der möchte kann vortreten und zeigen was er kann: Flickflacks, Breakdance und coole Moves.

Tutorials auf Youtube

Mehrmals die Woche treffen sich die „Urban Tracer“ zum Training in der Sporthalle der Freien Schule Bochum. Die Vereinsmitglieder trainieren aber nicht nur in der Halle, sondern auch draußen an der frischen Luft. Dort klettern sie auf Gebäude und überwinden Mauern mit speziellen Sprüngen. Wer nicht gleich einem Verein beitreten will, um Freerunning zu lernen, kann sich im Internet informieren und zahlreiche Tutorials ansehen, zum Beispiel auf Youtube oder hier.

Der Erfinder des Parkour, David Belle, wurde 1973 in Fécamp in Frankreich geboren. Er turnte schon früh, übte gerne draußen in der Natur. Aus spielerischen Verfolgungsjagden entwickelten sich dann besondere Techniken, zum Beispiel der Präzisionssprung oder verschiedene Sprünge, um Mauern zu überwinden. Ob David Belle damals schon geahnt hat, dass er eine hippe Sportart auf den Weg gebracht hat? Auf jeden Fall sind Parkour und Freerunning tolle, abwechslungsreiche Sportarten.

MC-Reporter Tim Kellmann, Klasse: 8b, Schiller-Schule, Bochum

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben