Gaming

Videospiele: Schädlich oder nicht?

Videospiele können Jugendliche zusammenbringen oder vereinsamen. Es kommt wie bei allem darauf an, das richtige Maß zu finden.

Videospiele können Jugendliche zusammenbringen oder vereinsamen. Es kommt wie bei allem darauf an, das richtige Maß zu finden.

Foto: Sebastian Konopka

Bochum.   Videospiele sind ein idealer Zeitvertreib – sofern man es nicht übertreibt, findet MC-Reporter Jan Bujar.

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Videospiele sind die mit am meisten genutzten Medien bei Jugendlichen. Doch woran liegt das? Videospiele bieten einem die Möglichkeit, Freunde zu finden und Erfolgserlebnisse zu feiern.

Laut einer Statistik der Seite Bitkom spielen 42 Prozent aller Deutschen Videospiele. Davon zwar überwiegend Männer, allerdings nur mit ein Prozent Vorsprung (die Männer liegen bei zu 43 Prozent, die Frauen bei 42Prozent) . Die meisten (81 Prozent), Videospielkonsumenten sind zwischen 14 und 29 Jahren alt. Selbst Menschen in der Altersgruppe von 50 bis 64 Jahren spielen Videospiele (35 Prozent). 11 Prozent aller Menschen über 65 spielen Videospiele.

Doch von all den Zahlen mal abgesehen: Was bewirkt der Konsum von Videospielen? Laut eines Artikels der Seite Paradisi, kann der dauerhafte Konsum von Videospielen schädlich für die Gesundheit sein. Nach einer gemeinsamen Studie der Universitäten in Stockholm soll nachgewiesen sein, dass sich der übermäßige Konsum von aufregenden Videospielen auf das Nervensystem niederschlägt. Das kann zum Beispiel Einfluss auf den Herzrhythmus nehmen und zu Schlafstörungen führen.

Fast täglich spielen viele Jugendliche zwischen einer und acht Stunden am Tag. Manche zeigen dabei großes Suchtpotenzial. Selbst Kinder im Kindergartenalter haben bereits Erfahrungen mit Videospielen und anderen Medien gemacht, was heutzutage fast schon unvermeidlich ist. Vor allem so junge Kinder brauchen eine gewisse Einleitung, aber auch kontinuierliche Begleitung und Unterstützung eines Erwachsenen, um einen gesunden Umgang mit diesen Medien zu entwickeln. Aufgabe der Lehrkräfte, Pädagogen und Eltern ist es, die Kinder und Jugendliche über das Thema aufzuklären und in einer gemeinsamen Interaktion Pro und Contra Argumente zu erarbeiten.

Außerdem werden die meisten neuen Spiele immer teurer, genauso wie die neuen Konsolen. Eine neue Konsole kostet am Erscheinungstag zwischen 400 und 500 Euro. Doch auch bei Videospielen kann man sich körperlich betätigen, nämlich durch Bewegungsspiele. Immer mehr Hersteller setzen auf diese beliebten Games. Statt wie gewohnt auf der Couch zu sitzen, kann man sich nun mit einem speziell entwickelten Controller in diversen Spielen bewegen und Spaß haben. Deshalb kann man Videospiele durchaus als kritisch ansehen, doch als Zeitvertreib sind sie ideal, sofern man es nicht übertreibt.

Jan Bujar, Klasse 8c, Lessing-Schule, Bochum

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