Handynutzung

Verbringen Jugendliche zu viel Zeit am Smartphone?

Jugendliche telefonieren immer weniger mit ihrem Smartphone - stattdessen schreiben sie Nachrichten oder versenden Sprachnachrichten.

Jugendliche telefonieren immer weniger mit ihrem Smartphone - stattdessen schreiben sie Nachrichten oder versenden Sprachnachrichten.

Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Essen  Immer online sein – für Jugendliche ganz normal. Aber wie viel Zeit verbringen wir eigentlich am Smartphone? MC-Reporter haben sich umgehört.

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Egal wann und wohin man durch die Stadt geht, man wird immer auf sie treffen: Kinder beziehungsweise Jugendliche die auf ihr Smartphone starren. Ohne auf ihre Mitmenschen zu achten, laufen sie über Bürgersteige und Straßen. Überall wandern sie, völlig abgelenkt, durch die Gegend. Auf Autos oder andere Verkehrsmittel wird meist nicht geachtet, weil der Blick stets aufs Smartphone gerichtet ist.

Die Mehrheit der 10 bis 22-Jährigen in Deutschland besitzt ein Handy, dem meist volle Aufmerksamkeit geschenkt wird. Der Status „immer online“ ist den meisten Jugendlichen sehr wichtig. Eltern wissen, wie sehr ihre Kinder das Handy ablenkt: Die Jugendlichen helfen nicht mehr im Haushalt mit, lernen weniger für die Schule und bleiben länger wach.

Laut einer Umfrage, die wir in einer 8. Klasse durchgeführt haben, sind 50 Prozent der befragten Jugendlichen immer online und antworten innerhalb von höchstens fünf Minuten auf eine Nachricht. Nur 30 Prozent der Befragten antworten erst nach fünf Minuten. 15,4 Prozent der befragten Jugendlichen antworten nur bei bestimmten Leuten sofort.

Aber kann man schon von Handysucht reden, wenn das Kind nur noch mit dem Handy beschäftigt ist? Wir finden: Ja. Aber eine Sucht kann man ganz leicht verhindern: Es sollte Handyregeln geben, wie zum Beispiel, dass beim Essen die Handys weggelegt werden. Am besten in einen anderen Raum, damit es nicht so verlockend ist bei einer Nachricht zu antworten. Außerdem sollte es bestimmte Zeiten geben, zu denen das Handy benutzt werden darf. Außerdem sollte es vor dem Schlafengehen weggelegt werden, damit man sich besser entspannen kann. An solche Regeln sollten sich allerdings nicht nur Kinder und Jugendliche halten: Solange Eltern keine guten Vorbilder sind und ebenfalls ständig nur am Smartphone hängen, werden sie wohl kaum eine Chance haben, dasselbe Verhalten bei ihren Kindern zu verändern.

Melina Dreier & Leonie Dabrowski, Klasse 8d, Gymnasium Essen Nord-Ost

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