Tiere

Straßenhunde aus Polen finden Zuhause

Straßenhunde freuen sich über ein neues Zuhause.

Straßenhunde freuen sich über ein neues Zuhause.

Foto: MediaCampus

Attendorn.   In manchen Ländern gibt es unzählige Straßenhunde, die im Tierheim gelandet sind. Isabelle Sauer hat ein Herz für solche Hunde.

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Wünschen Sie sich ein Haustier, zum Beispiel einen Hund? Falls ja, dann stellt sich die Frage: Rassehund oder Mischling, aus der Tierhandlung oder doch aus dem Tierheim? Oder vielleicht sogar aus dem Ausland? In ausländischen Tierheimen leiden die Tiere teils unter den miserablen Lebensbedingungen. Darum arbeiten manche deutsche Organisationen mit ausländischen Tierheimen zusammen.

Zum Beispiel die Organisation Dobermann Nothilfe e.V. arbeitet unter anderem mit einem Tierheim in Polen zusammen, welches viele Straßentiere, insbesondere Hunde, aufgenommen hat. Die Tiere dort sind vorher zumeist ausgesetzt oder schon ohne Zuhause geboren worden. Die Tiere werden von der Organisation aufgepäppelt, kastriert, entwurmt, gegen Ungeziefer behandelt und gegebenenfalls gesund gepflegt.

Über das Internet kann man sich über die dortigen Hunde informieren. Bei weiterem Interesse kann die Organisation angerufen werden. Hat man seinen perfekten Hund gefunden, so kümmert sich die Organisation um die Überführung nach Deutschland. Vorher muss ein Kaufvertrag abgeschlossen werden, in dem unter anderem steht, dass man den Hund nicht verkaufen oder verschenken darf, sondern den Hund höchstens mit Begründung an eine Pflegestelle zurückbringen darf und dass bei schweren Krankheiten die Organisation informiert werden muss. Eine Schutzgebühr in der Höhe von etwa 350 Euro muss ebenfalls gezahlt werden. Natürlich muss auch alles, was für das Wohlergehen des Hundes gebraucht wird, angeschafft werden.

Zeit zum Eingewöhnen

Nachdem man den Hund abgeholt hat, muss man ihm Zeit zum Eingewöhnen geben. Dabei darf man sich nicht über Eigenarten der Hunde wundern. Die Hunde lebten auf der Straße und sind dementsprechend nicht gewohnt, regelmäßig Essen zu bekommen und betteln eventuell anfangs. Viele von ihnen kennen auch kein Spielzeug. Manche essen alles, was sie finden, von Essensresten bis Eicheln. Deshalb ist besondere Vorsicht geboten. Doch nach und nach leben sie sich ein und passen sich an ihr neues Leben an. Dann kann man mit ihnen schmusen, spielen und alles machen, was man mit einem normalen Hund auch macht. Viele der Hunde sind besonders treu, weil sie froh sind, ein Herrchen zu haben.

Darum sollte man sich überlegen, ob man einen Rassehund aus der Tierhandlung kauft oder lieber einem Hund aus einem Tierheim ein schöneres Leben ermöglicht.

Isabelle Sauer, Klasse 8C, St.-Ursula-Gymnasium Attendorn

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