Sport

Profis am Computer

E-Sport sollte als richtiger Sport anerkannt werden, finden unsere Autoren.

E-Sport sollte als richtiger Sport anerkannt werden, finden unsere Autoren.

Foto: Michael Korte

Essen.   E-Sportler trainieren wie richtige Athleten und spielen um Millionenbeträge. Doch viele sehen Computerspielen immer noch als Zeitverschwendung an.

Gefüllte Stadien, jubelnde Fans – diese Bilder werden mit Sportarten wie Fußball in Verbindung gebracht. Doch weshalb verhalten sich die Fans von E-Sports ganz genau so? Schließlich ist E-Sport keine körperliche Aktivität und viele sind der Meinung, dass man hier auch nicht wirklich Wettkampf betreiben könne.

Diese allgemein etablierte Vorstellung wandelt sich jedoch gerade. Spiele wie Counter Strike, Dota oder Starcraft mögen auf den ersten Blick wie Spiele für Einzelgänger wirken, die keinerlei Möglichkeiten bieten sich miteinander zu messen. Allerdings bieten sie sehr wohl ein gewisses kompetitives Potenzial: Taktik, Schnelligkeit, Übung sind von wichtiger Bedeutung bei diesen Spielen. Viele Teams planen ihre Taktiken bereits Wochen vor dem eigentlichen Turnier. Dabei üben sie wie „echte“ Professionelle. Das heißt: Ein routinierter Alltag, Trainingsplan und sogar ein einkalkulierter Ernährungsplan. Dies ist wichtig, damit sie unter den richtigen Bedingungen spielen. Sie benötigen dieses Training und eine bestimmte Ernährung auch, damit sie sich über die längstmögliche Zeitspanne konzentrieren können. Durch ihr Training haben einige Spieler eine Reaktionszeit, die mit olympischen Fechtern verglichen werden kann. Ein von einem Fußballspieler ausgeführter Trick ist vergleichbar mit einem präzisen Schuss in einem Spiel.

Allerdings sind die hier angesprochenen Spieler auch keine Hobbyspieler. Das Spielen lohnt sich nämlich auch finanziell gewaltig: Bei Turnieren können Preisgelder von mehreren Millionen Dollar gewonnen werden. Zum Beispiel war dieses Jahr für das Spiel Counter Strike Global Offensive bei einer Meisterschaft in Atlanta ein Preisgeld von 1.000.000 Dollar ausgeschrieben.

E-Sports werden in immer mehr Länder beliebter und gefragter, was dazu führt, dass immer mehr Jugendliche öfter und länger vor dem Computer sitzen und an ihren sogenannten „Skills“ (deutsch „Fähigkeiten“) arbeiten und trainieren. Immer mehr Jugendliche geben das Zocken als ihr Hobby an. Unserer Meinung nach sollte E-Sport als internationaler offizieller Sport anerkannt werden.

MC-Reporter Dejan Miletic, Kirill Sokol, Zahra Osman, Nino Nerger, Klasse 8D, Gymnasium Essen Nord-Ost

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