Ausbildung

Nach Praktikum stand fest: Ich werde Polizistin

Vor dem Traumberuf „Polizistin“ stehen eine harte Auswahlprüfung und eine anspruchsvolle Ausbildung.

Vor dem Traumberuf „Polizistin“ stehen eine harte Auswahlprüfung und eine anspruchsvolle Ausbildung.

Foto: dpa

Dortmund.   Moritz Bitter hat eine Kommissaranwärterin interviewt und weiß jetzt, wie die Polizeiausbildung in NRW aufgebaut ist.

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Wie wird man eigentlich Polizist?

Moritz Bitter: Du bist jetzt im dritten Ausbildungsjahr. Wie bist du eigentlich auf den Berufswunsch, Polizistin zu werden, gekommen?

Ich habe mich schon immer für den Beruf bei der Polizei interessiert, doch als ich dann in der 10. Klasse das zweiwöchige Schülerpraktikum bei der Polizei Dortmund gemacht habe, stand für mich fest, dass ich zur Polizei möchte.

Welche Voraussetzungen muss man für eine Ausbildung bei der Polizei mitbringen?

Zunächst muss sich jeder Bewerber einem dreitägigen Auswahlverfahren stellen. Um dazu eingeladen zu werden, benötigt man folgende Voraussetzungen: Die Staatsbürgerschaft von Deutschland oder eines anderen EU-Mitgliedstaates, das Abitur oder die Fachhochschulreife. Darüber hinaus muss man sechs Jahre Englischunterricht nachweisen, das Sport- und das Rettungsschwimmerabzeichen in Bronze besitzen. Natürlich dürfen keine gerichtlichen Vorstrafen vorliegen und der Führerschein der Klasse B muss auch vorhanden sein. Bei der Polizei ist als Mindestgröße für eine Frau 1,63 Meter und beim Mann 1,68 Meter vorgeschrieben. Der Body-Maß-Index soll zwischen 18 und 27,5 liegen.

Wie läuft das Auswahlverfahren ab?

Es besteht aus einem PC-Test, einer polizeiärztlichen Untersuchung und einem Assessment-Center, also einem Eignungstest. Dieses Auswahlverfahren darf jeder nur ein Mal in einem Einstellungsjahr mitmachen.

Wie geht es weiter, wenn der Test bestanden wurde.

Die Polizeiausbildung setzt sich aus verschiedenen Modulen zusammen. Den Theorieteil leistet man an einer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung ab. Hier sind unterschiedliche Prüfungen wie Klausuren, Referate, Fachgespräche sowie Haus- und Seminararbeiten zu machen. Der Abschluss ist die Bachelorarbeit. Die Trainingsphasen finden in einem der drei Landesämter für Aus- und Fortbildung der Polizei NRW statt. Dort sind unter anderem verschiedene Sportprüfungen zu bestehen. Den Praxisteil verbringt der Kommissaranwärter in einer Polizeiwache. Dort sind zwei Prüfungen angesetzt, die eine Einsatzbewältigung beinhalten. In den unterschiedlichen Modulen wird man von Fachleuten betreut. Im Praxisteil ist für jeden Auszubildenden ein eigener Tutor zuständig, der immer für Fragen offen ist.

Wie siehst du deine berufliche Zukunft bei der Polizei?

Nach der Ausbildung möchte ich zunächst im Wach- und Wechseldienst also dem Streifendienst verbleiben. Danach kann ich mir auch vorstellen in andere Bereiche zu wechseln.

Welche Eigenschaften braucht eine gute Polizistin unbedingt?

Spaß an der Polizeiarbeit, Ehrgeiz und Teamfähigkeit.

Hast du schon einmal bereut zur Polizei gegangen zu sein?

Nein, meine bisherige Ausbildung hat mich nur noch weiter in meiner Entscheidung bestärkt.

Moritz Bitter, Klasse: 8c, Geschwister-Scholl-Gesamtschule, Dortmund

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