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Man lernt nicht nur Noten, sondern Musik

Nicht mehr viele Schulen haben ein

Nicht mehr viele Schulen haben ein

Foto: Frank Oppitz

Olpe.   MC-Reporterin Sophia Hogrebe aus Attendorn stellt ihr Schulorchester vor und erklärt, was für sie den Reiz des gemeinsamen Musizierens ausmacht.

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Musik! Bei der Vorstellung vom Fach Musik im Unterricht denkt man schnell an trockenes Noten lesen und Tonleiter singen. Dass Unterricht aber auch anders geht, zeigt das Rivius Gymnasium in Attendorn. Neben herkömmlichem Musikunterricht mit Noten lernen und Rhythmus klopfen bekommen die Schüler hier die Möglichkeit, die Praxis des Musizierens im Schulfach Musik kennenzulernen.

Ab der fünften Klasse können Streichinstrumente wie Kontrabass, Cello, Bratsche oder Geige erlernt werden, um so gemeinsam Musik machen zu können.

Zunächst lernen die Schüler den Umgang mit den Instrumenten und besuchen das Klassenorchester, später das Vororchester, die Kleine-, und am Ende sogar die Große „Vielharmonie“.

Diese vier verschiedenen Orchester proben an drei verschiedenen Tagen in der Woche. Auch Schüler, die Blasinstrumente, Klavier, Perkussioninstrumente, spielen werden hier gern aufgenommen und runden so den Klang des Orchesters ab. Geleitet werden die Orchester von der Musiklehrerin Frau Brenne und ihrem Mann, die den jungen Musikern alles zeigen, was man für das gemeinsame Musizieren benötigt.

Was ist das Besondere an einem Schulorchester?

Ganz klar muss man hier sagen, dass die Schüler das Fach Musik auch mal ganz anders kennenlernen. Es wird nicht nur Noten lesen oder rhythmisches Spielen gelernt, sondern das wirkliche „Musik machen“.

Wie spiele ich ein Instrument? Wie spiele ich mit anderen zusammen? Die Schüler können also selbst ein Instrument ihrer Wahl erlernen, eigene Erfahrungen sammeln und Teil einer Gemeinschaft sein. Das Musizieren in einer größeren Gruppe ist für viele Schüler eine ganz neue Erfahrung. Es kann manchmal sehr schwierig sein und funktioniert nur, wenn alle aufeinander achten und Rücksicht nehmen. Der gegenseitige Respekt wird dabei auch geschult.

Im Orchester wird nicht nur gemeinsam geübt und musiziert, sondern auch gemeinsam gelacht. Die Schüler sprechen über Musikstücke, die sie interessieren. Das muss dann auch nicht immer Klassik sein. Nein! Frau und Herr Brenne sind auch für moderne Stücke, Filmmusik und Wünsche der Schüler offen. Gemeinsam etwas zu erreichen, ist ein wirklich tolles Gefühl.

Es bilden sich neue Freundschaften, auch mit Klassenkameraden, die man ansonsten vielleicht nicht so intensiv kennengelernt hätte. Unterstützt und gefördert wird dieses intensive Gemeinschaftsgefühl auch durch Probenwochenenden oder Orchesterfreizeiten.

Spaß trotz harter Arbeit

Dann wird nicht nur hart gearbeitet, sondern auch viel Zeit miteinander verbracht. Besonders schön am Spiel in einem Orchester ist, dass man die Möglichkeit hat, das Gelernte vorzustellen. Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde können eines der wunderbaren Konzert (Sommerkonzerte oder auch Weihnachtskonzerte) besuchen.

Das Schulorchester bietet also viele Möglichkeiten für die Musikanten sich einzubringen, Neues zu lernen und neue Leute kennenzulernen. Das sind Erfahrungen, an die man sich sicher auch nach seiner Schulzeit noch gerne erinnert. Das zeigt sich auch an den vielen „alten Hasen“, die man auf den Konzerten trifft und die mitspielen, obwohl sie schon längst nicht mehr am Rivius Gymnasium sind.

Die Schulorchester sorgen also nicht nur dafür, dass man ein Instrument lernen kann und die vielen verschiedenen Seiten der Musik kennenlernt, sondern sie verbinden auch Menschen miteinander, die alle eins gemeinsam haben: ihre Liebe zur Musik.

Von MC-Reporterin Sophia Hogrebe, Klasse: 8a, Rivius-Gymnasium, Attendorn

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