Japantag

Kultur, Kampfsport und Manga-Fans

Die Cosplay-Fans Rachel Driewer und Sophie Beer treffen beim Japantag in Düsseldorf auf Gleichgesinnte.

Die Cosplay-Fans Rachel Driewer und Sophie Beer treffen beim Japantag in Düsseldorf auf Gleichgesinnte.

Foto: MediaCampus

Gladbeck  Hunderttausende Besucher lockt der Düsseldorfer Japantag jährlich: Rachel Driewer und Sophie Beer waren hautnah mit dabei.

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. Wenn 750 000 Menschen Düsseldorf am Rhein besuchen und viele davon verkleidet sind, muss nicht unbedingt Karneval sein. In diesem Jahr lockte der Japantag so viele Besucher. Besonders in der Anime- und Manga-Szene ist der Tag sehr bliebt – aber auch bei anderen Gästen.

Wir waren vor Ort, um uns selbst einen Eindruck zu verschaffen. Wir persönlich, als große Anime- und Manga-Fans, haben uns am meisten für die Cosplays interessiert. Für alle, die nicht wissen, was ein Cosplay ist, hier eine kurze Erklärung: Cosplayer sind Menschen, die sich meistens selbst ein Kostüm nähen, das einen fiktiven Charakter zum Beispiel aus einem Anime/Manga oder auch aus Spielen oder Filmen darstellt. Es heißt Cosplay, weil es nicht nur darum geht, dieses Kostüm bloß zu tragen. Das Wort ist kombiniert aus den englischen Wörtern „costume“ (Kostüm) und „play“ (Spiel) und bedeutet „Kostümspiel“. Denn es geht darum, sich so zu verhalten, wie der Charakter den man darstellt.

Zurück zum Eigentlichen: Wir wollten doch herausfinden, was man beim Japantag sehen kann. Es dreht sich dort nicht alles nur um Anime und Manga, sondern um die gesamte japanische Kultur. Längst der Rheinpromenade sind Verkaufsstände, an denen man japanische Deko, japanische Textilien oder traditionelle japanische Puppen kaufen kann. Aber natürlich gibt es auch für uns Anime- und Manga-Fans Merch, Figuren oder Kawaii-Plüschtiere („kawaii“ ist Japanisch und bedeutet „niedlich“). Und es gibt Infostände über Japan.

J-Pop

Aber bei 750 000 Menschen ist es schwer, auch nur an einen Stand richtig heranzukommen, da alle wie Wölfe um ein Stück Fleisch um diese Stände stehen. Wir mussten 20 Minuten anstehen, um uns einen Fächer zu kaufen. Neben den Ständen gibt es auch Showbühnen auf denen zum Beispiel Trommelgruppen auftreten. Neben den Trommlern waren zum Beispiel auch eine Schwerttanzgruppe, ein J-Popgruppe und die japanische internationale Schule mit ihrem Kinderchor da. Was uns noch sehr interessiert hat, war der Cosplay-Modenschau-Wettbewerb bei dem viele gute Cosplayer mitgemacht haben. Die Gewinnerin hat einen Flug nach Japan gewonnen.

Ebenfalls sehr spannend war es an der Spotbühne, auf der Sumo, Judo, Karate, Ju-Jutsu und noch viele andere japanische Kampfsportarten vorgestellt wurden. Es gab so vieles zu sehen und natürlich konnten wir nicht alles sehen und über alles zu berichten würde auch viel zu lange dauern – aber die Stimmung beim Japantag ist noch einmal etwas ganz besonders.

Free-Hug-Meile

Uns ist aufgefallen, dass die Menschen alle aufgeschlossen und kontaktfreudig sind. Viele sind auf uns zugekommen und haben gefragt, ob sie ein Foto von oder mit uns machen können, da wir auch verkleidet waren. Und auch wir haben viele Cosplayer angesprochen, um mit ihnen ein Foto zu machen, oder einfach nur, um sich zu unterhalten. Extrem kontaktfreudig sind die Menschen auf der Free-Hug-Meile. Längs der Rhein-Wiesen stellen sich Tausende einfach hin und verteilen freie Umarmungen. Unsere Erfahrung: Ist man einmal drin, kommt man nicht so leicht wieder raus. Wir hatten auf jeden Fall eine Menge Spaß und das Feuerwerk um 23 Uhr war ein krönender Abschluss für diesen aufregenden Tag.

Rachel Driewer, Sophie Beer, Klasse 8b, Riesener-Gymnasium, Gladbeck

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