Extremsport

Kopfüber im freien Fall

Foto: A.Mangen / waz

Lünen.   Bungee-Jumping ist ein einzigartiges Erlebnis, doch das Risiko springt auch mit. Die Zeus-Reporterinnen Marie Erdmann und Jana Zander haben sich mit der Faszination des Extremsports beschäftigt.

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Gefährlich, aufregend und der pure Adrenalinkick – das ist Bungee Jumping. Zwischen 50 und 100 Metern geht es mit der Sprunggondel nach oben. Während der Sprungkorb immer höher fährt, jagt auch der Puls von so manch einem Springer in die Höhe. Und wie so oft sieht es von oben doch noch viel höher aus, als es von unten der Fall gewesen ist. Das Hubwerk der Bungeesprunganlage wird langsam leiser, und in wenigen Sekunden ist es so weit. Eines ist sicher: Höhenangst ist hier nicht gefragt.

Komplett befreit

Schnell wird noch einmal überprüft, ob der Sicherheitsgurt sitzt. Ein letzter Blick nach unten, ein kurzer Schritt nach vorne, ein Sprung – und dann geht’s mit rasender Geschwindigkeit ab in die Tiefe. Man hat das Gefühl, man hat das Gefühl, fliegen zu können und ist in diesem Moment komplett befreit.

An vielen Standorten wie in Hamburg oder Duisburg versuchen Veranstalter, den Springern einen sogenannten „Dip-in" zu ermöglichen. Es handelt sich dabei um ein kurzes Eintauchen ins Wasser, während der Springer noch am Sprungseil hängt.

Ins Wasser eintauchen

Der „Dip-in" hängt aber stark von der Absprungtechnik des Springers, den Windverhältnissen und der Temperatur ab. Deshalb ist das Eintauchen ins Wasser nicht bei jedem Sprung möglich.

„Es war ein absolut geniales Gefühl, als ich aus 50 Metern Höhe herutergesprungen bin und mir das Adrenalin durch den Körper schoss. Zwar habe ich den „Dip-in" um ein paar Zentimeter verpasst, aber es war trotzdem ein toller Tag. Beim nächsten Mal will ich aus 100 Metern springen“, erzählt Markus, der vom Hafenkran in Hamburg gesprungen ist.

Auch Juliane ist positiv überrascht. Sie sprang zusammen mit ihrem Freund Timo ebenfalls in Hamburg.

Für die Sicherheit ist gesorgt

Doch wie gefährlich und belastend ist ein Sprung wirklich? Darüber gibt es geteilte Meinungen. Einige Experten glauben, es könne zu Schleudertraumata mit Verletzungen an der Halswirbelsäule kommen. Andere meinen, dass gesundheitliche Beschwerden, wenn überhaupt, erst nach regelmäßigem Springen auftreten würden.

Für die Sicherheit an den Bungeesprunganlagen ist allerdings in den meisten Fällen gesorgt. Der Springer unterzeichnet im Vorfeld eine Erklärung, dass er den körperlichen Anforderungen gewachsen ist. Er darf Einschränkungen wie eine Augenkrankheit oder Schäden am Bewegungsapparat nicht verschweigen.

Außerdem ist es wichtig, bequeme Kleidung und Schuhe mit flachen Sohlen zu tragen. Als Minderjähriger darf man nur mit Erlaubnis der Eltern springen. Die meisten Anlagen erlauben das Springen aber ohnehin erst ab dem 16. Lebensjahr.

Klar ist aber: Ein solcher Sprung ist ein unvergessliches Erlebnis.


Marie Erdmann, Jana Zander,
Klasse 8d, Gymnasium Lünen-Altlünen, Lünen

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