Zukunft

Kino mit Rundumblick – Geschichte der virtuellen Realität

Besucher mit Virtual-Reality-Brille bei einer Veranstaltung in Berlin. Dort gibt es inzwischen auch ein VR-Kino.

Besucher mit Virtual-Reality-Brille bei einer Veranstaltung in Berlin. Dort gibt es inzwischen auch ein VR-Kino.

Foto: imago/Martin Müller

Bottrop.   Yekta Sila Ekinci zeichnet die Entwicklung von Virtual Reality nach. Wird das Filme schauen mit Simulationsbrille der nächste Trend?

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Normale Kinos kennen wir alle. Dort kann man Filme in 2D oder in 3D gucken. Die Zuschauer sitzen in Reihen auf Kinostühlen und haben eventuell eine 3D-Brille auf. Die Filme werden auf Leinwänden gezeigt. Dabei müssen die Kinogäste nach vorne schauen. Doch was wäre, wenn sie zur Seite schauen und dort den Film aus einem anderen Blickwinkel sehen könnten? Wenn man sich um die eigene Achse drehen könnte? Wenn man selbstständig in verschiedene Richtungen gucken könnte?

Das Virtual-Reality- Kino ermöglicht dies: Mit einer bestimmten Brille auf der Nase sitzt man auf Drehstühlen und kann sich Virtual-Reality-Filme angucken. Virtual Reality ist die Mischung von Realität und der virtuellen Welt. Wenn man den Film anguckt, fühlt es sich so an, als würde man am Ort der Handlung sein.

Ursprünge im 20. Jahrhundert

Die Ursprünge der Virtual Reality liegen im 20. Jahrhundert. Der Entwickler des Polaroid-Trennbildfilm-Verfahrens Edwin Land konstruierte im Jahr 1928 eine Polarisator Brille. Weiter ging es mit dem Cinerama, das vom amerikanischen Fotografen und Erfinder Fred Waller gebaut wurde. Das Cinerama ist eine gewölbte Projektionswand. Im Jahr 1954 entwickelte Morton Heilig, der auch der Vater der Virtuellen Realität genannt wird, das Sensorama – einen Apparat, der möglichst viele Sinne ansprechen sollte. Er stellte seine Idee in dem Aufsatz „Cinema of the future“ vor.

Der Begriff „Virtual Reality“ wurde allerdings erst am Ende des 20. Jahrhunderts bekannt. Der Science-Fiction-Autor William Gibson erwähnte den Begriff „Cyberspace“ in einem Roman. Der Informatiker, Künstler, Musiker, Komponist, Autor und Unternehmer Jaron Lainer prägte dann das Wort „Virtual Reality“ und gründete die VR-Firma VPL. In den 90er Jahren entwickelte sich Virtual Reality weiter. Es wurde eingesetzt für Flugsimulatoren, Spielsysteme, Fahrzeugdesign und medizinische Anwendungen.

Erstes Kino in Berlin

In diesem Jahr hat in Berlin das erste deutsche Virtual-Reality-Kino eröffnet. In Hollywood sind die ersten Blockbuster geplant. Filme auf Deutsch gibt es auch schon – zum Beispiel einen Horrorfilm. Da man die Virtual-Reality-Brille auch selber kaufen kann und zuhause Virtual Reality genießen kann, gibt es eine Funktion auf YouTube, mit der Nutzer Virtual Reality Videos hochladen können. Es gibt schon eine große Anzahl von Videos, zum Beispiel von naheliegenden Festivals, Veranstaltungen etc. Die Frage, ob Virtual Reality das Kino der Zukunft wird, wird die Zeit beantworten.

Yekta Sila Ekinci, Klasse MSD 8, Josef-Albers-Gymnasium, Bottrop

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