Wassersport

Kanupolo – eine Randsportart, die begeistert

Auf der Regattastrecke Berlin Grünau wurden in diesem Jahr die Deutschen Meisterschaften im Kanupolo ausgetragen. Mit dabei: der WSV Niederrhein (in gelb). Hier in einem Spiel gegen die Berliner Mannschaft.

Auf der Regattastrecke Berlin Grünau wurden in diesem Jahr die Deutschen Meisterschaften im Kanupolo ausgetragen. Mit dabei: der WSV Niederrhein (in gelb). Hier in einem Spiel gegen die Berliner Mannschaft.

Foto: MediaCampus

Duisburg.   Ob im Sommer oder Winter - Kanupolo funktioniert bei jeder Jahreszeit. Das weiß auch Keno Holtschneider. Für ihn gibt es nichts cooleres.

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Von Kanupolo noch nie etwas gehört? Das ändert sich nun. MediaCampus-Reporter Keno Holtschneider spielt selbst im Wassersportverein Niederrhein (WSVN).

Kanupolo ist ein noch recht unbekannter Sport, bei dem es darum geht, einen Wasserball in das Tor des Gegners zu befördern. Das Spielfeld ist normalerweise 25 mal 15 Meter groß, kann aber je nach Ort des Spieles in der Größe verringert werden. Die Tore auf jeder Grundlinie sind 1,50 mal 1 Meter groß und fangen etwa zwei Meter über dem Wasser an. Jedes Tor wird von einem Torwart verteidigt, der aber auch selbst mitspielt. Es gibt außerdem noch vier weitere Feldspieler. Zu der Ausrüstung der Kanupolo-Spieler gehören ein Boot, ein Paddel, eine Spritzdecke, eine Prallschutzweste und ein Helm mit Gesichtsschutz. Bei der Prallschutzweste handelt es sich um eine spezielle Weste, die den Brustkorb schützen soll bei harten Aufschlägen auf das Wasser.

Wintertraining und Trockentraining beim WSVN

Ich spiele beim Wassersportverein Niederrhein als Torwart in der Schülermannschaft. Kanupolo ist ein anstrengender Sport, für den man fit sein muss. Unser Trainer Andy sagt immer: „Wer sich beim Training nicht anstrengt, der spielt auch nicht.“ Wie sieht aber so ein Training aus? Morgens gegen 7.45 Uhr wird sich am Vereinsheim an der Wedau getroffen. Wir sind hier, um die Boote auf den Hänger zu laden. Dieser bringt die Geräte zum Schwimmstadion Duisburg. Mit Badehose oder Neoprenanzug wird sich dann aufgewärmt. Zu dem Aufwärmprogramm gehört Arme und Hüften kreisen zu lassen genauso dazu wie Liegestütze und Schwimmen. Frisch aufgewärmt steigen wir in unsere Boote, fahren und machen Ballabgaben mit unseren Trainingspartnern. Wer den Ball nicht fängt oder schlecht wirft, muss eine Eskimorolle machen – natürlich nur, wer sie beherrscht. Bei der Eskimorolle geht es darum, dass bemannte Kanu durch eigene Kraft im Wasser wieder aufzurichten. Neben dem Fahren und dem Werfen ist die Eskimorolle das Wichtigste, was man können muss. Nach dem Pässe werfen spielen wir Ballbesitz.

Zu diesen Übungen kommt noch das Trockentraining hinzu, welches mittwochs stattfindet. Beim Trockentraining gehen wir an der Regattabahn joggen und danach in die vereinseigene Kraftsporthalle. Wer beim Zirkeltraining nicht richtig mitmacht, muss jeweils zehn Liegestütze zusätzlich machen.

Verändertes Training im Sommer

Im Sommer sieht das mit dem Training etwas anders aus. Da treffen wir uns gerne noch vor dem Trainingsbeginn, um im Barbarasee schwimmen zu gehen. Wenn das Training dann anfängt, ziehen wir uns Badehosen an und gehen uns aufwärmen. Toll und anstrengend ist es, wenn wir auf dem Wasser sind.

Kanupolo in Deutschland

In Nordrhein-Westfalen gibt es eine Vielzahl an Kanupolo-Vereinen. Dazu zählen nicht nur der WSVN, sondern auch die Mülheimer Kanu- und Ski-Freunde (MKSF), der 1.Meiderricher KC, Rothe Mühle Essen, DJK Ruhrwacht und der KC Wetter. Den Sport an sich gibt es in Deutschland seit fast 100 Jahren. Etwa 10 000 aktive Athleten betreiben ihn.

Im Deutschen Kanuverband wird zudem seit 1971 in fünf Altersklassen um die Deutsche Meisterschaft gespielt. Die Altersklassen sind: Schüler, Jugend, U-21, Herren beziehungsweise Damen und Mixed Masters.

Kanupolo – was gibt es Cooleres?

Keno Holtschneider, Klasse 8E, Steinbart-Gymnasium Duisburg

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