innogy-Fotoworkshop

Gute Fotografen haben Kino im Kopf

Lichteinfall, Perspektive, Brennweite, Belichtungszeit: Um das perfekte Foto zu schießen, gibt es einiges zu beachten. Was das genau ist, lernten die MediaCampus-Teilnehmer im zweitägigeninnogy-Fotoworkshop von den Pressefotografen Hans Blossey und Andreas Mangen.

Lichteinfall, Perspektive, Brennweite, Belichtungszeit: Um das perfekte Foto zu schießen, gibt es einiges zu beachten. Was das genau ist, lernten die MediaCampus-Teilnehmer im zweitägigeninnogy-Fotoworkshop von den Pressefotografen Hans Blossey und Andreas Mangen.

Foto: Hans Blossey

Essen.   Beim innogy-Fotoworkshop lernten MediaCampus-Teilnehmer, wie man ein Motiv in Szene setzt.

Zur journalistischen Arbeit gehört nicht nur das Schreiben informativer Artikel. Aussagekräftige Pressefotos wecken das Interesse des Lesers und lenken seine Wahrnehmung. Was auf dem Weg zum gelungenen Bild alles zu bedenken ist und wie man ein Motiv perfekt in Szene setzt, lernten sieben Teilnehmer des MediaCampus-Projekts beim zweitägigen innogy-Fotoworkshop am 12. und 13. Juni direkt von den Profis.

Die erfahrenen Pressefotografen Hans Blossey und Andreas Mangen zeigten den Schülern anschaulich, welchen Einfluss Lichteinfall und Perspektivwechsel auf das entstehende Bild haben und wie man seine Kamera am besten einsetzt.

„Das Bild muss es auf den Punkt bringen“, erklärt Andreas Mangen, der gemeinsam mit Hans Blossey bereits seit 15 Jahren den Fotografennachwuchs schult. „Die grundlegenden Dinge für ein gutes Foto kann man relativ schnell lernen“, ergänzt Blossey. „Gute Fotografen aber haben Kino im Kopf.“

Zahlreiche Anregungen für das angestrebte Kopfkino bot der ungewöhnliche Ort des Geschehens: Die innogy-Mitarbeiter Andreas Naber und Nedim Al führten die Workshop-Gruppe durch die Umspannanlage Essen-Rüttenscheid. Dort lernten die Schüler aus Essen, Witten und Bochum nicht nur etwas über Brennweiten und Belichtungszeiten, sondern auch über die gasisolierte Schaltanlage und die riesige Trafostation.

Auf dem Gelände fanden die Schüler eine Vielzahl spannender Motive. Nicht zuletzt das farbenprächtige Wandgemälde „Ever Green“, das eine achtköpfige Künstlergruppe im Auftrag von innogy vor wenigen Monaten an die Außenfassade der Umspannanlage gesprüht hat. Gabor Doleviczenyi, der das Mural mit David Hufschmidt konzipiert hat, schaute beim MediaCampus-Workshop vorbei und wurde von den Teilnehmern gekonnt vor seinem Kunstwerk abgelichtet. „Der Fotograf muss wissen, was er wie zeigen will. Er muss mit Symboliken arbeiten“, sagte Hans Blossey und zeigte den Schülern, welche Bildsprache den Künstler am besten inszeniert.

Motiviert setzten die Schüler die Tipps und Anweisungen der Experten um. Finn Budelmann von der Holzkamp-Gesamtschule in Witten freute sich über die Möglichkeit, seine Kenntnisse in Sachen Fotografie zu erweitern: „Ich habe jetzt schon viel Neues gelernt. Mir war vorher nicht klar, dass man mit einem Foto ganze Geschichten erzählen kann.“

Fleißig übten die Jugendlichen am zweiten Workshop-Tag, wie man Porträts und Gruppenfotos schießt. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: „Jeder hat schon mindestens ein tolles Bild gemacht – das schafft nicht jeder Volontär!“, lobte Andreas Mangen.

Ein Zeitungsvolontariat könnte für Alina Füllbeck von der Bochumer Goethe-Schule einmal interessant werden: „Fotografieren macht mir viel Spaß. Ich überlege, nach der Schule Journalistik zu studieren, dann könnte ich mein Hobby auch beruflich nutzen.“

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