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G8 bringt Qualitätsverlust und Stress mit sich

Die Achtklässler Tim Kömp und Jan Gerdes halten neun Jahre Schulzeit am Gymnasium effektiver.

Die Achtklässler Tim Kömp und Jan Gerdes halten neun Jahre Schulzeit am Gymnasium effektiver.

Foto: dpa

Essen.   G8 oder G9? MC-Reporter Tim Kömp und Jan Gerdes wägen die Vor- und Nachteile der Schulsysteme ab.

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G8 oder G9 – Was ist besser für die Schüler? In Nordrhein-Westfalen wird diese Frage immer wieder gestellt. Vor allem Schüler leiden unter dem Stress, den das „Turbo-Abi“ mit sich bringt. Eltern und Schüler sind sich zum Großteil einig, dass das G8 mehr schadet als hilft. Doch was nun? Lernstress und Überforderung von Schülern, um schnell eine Berufskarriere zu starten? Oder mehr Freiräume und dafür ein Schuljahr mehr?

G8 und G9 beschreibt die Zeit der Schuljahre, in der sich Schüler auf das spätere Leben vorbereiten. Bei G8 wird die Mittelstufe in fünf Jahren, bei G9 in sechs Schuljahren absolviert. Darauf folgen, bei beiden Formen, noch drei Oberstufen-Jahre. Obwohl G8, anders als G9, schneller ist, beinhaltet es auch viele Nachteile. Für Schüler bringt G8 mit seinem schnellen Durchlaufen der Schulzeit hohen Lerndruck und wenig freie Zeit mit sich, die junge Schülerinnen und Schüler gelegentlich benötigen. Zunehmend beklagen sich Lehrer über den steigenden Qualitätsverlust der Kinder und Jugendlichen bei schulischen Klausuren und gar schon beim Lernen.

Das G9 mit seinen neun Schuljahren ist viel effektiver. Schüler beklagen sich nicht über einen zu hohen Lerndruck und haben auch mal Freizeit, um sich von ihren schulischen Aktivitäten zu erholen. Durch mehr Lernzeit entsteht eine bessere Vertiefung der Unterrichtsthemen und somit auch, anders als bei G8, eine hohe Qualität des Wissens der Schüler.

Es ist nicht überraschend, dass die Schüler sich bei einer Wahlmöglichkeit gegen das „Turbo-Abi“, und für das G9 entscheiden. In NRW wird von großen Lehrergewerkschaften gefordert, die Unterrichtszeit für Schüler der Sekundarstufe I erneut zu verlängern. Die nicht gegebene Schulzeitverkürzung solle dann in der Oberstufe erfolgen. In NRW wird also im vollen Gange für die Schülerrinnen und Schüler in deutschen Gymnasien gekämpft.

Obgleich das G8 für sehr begabte Schüler sehr einladend klingt, leidet der Großteil der Kinder und Jugendlichen unter seiner Wirkung. Ihnen wird die Freizeit, der Spaß an der Schule und gutes Lernen genommen. Die Mehrheit der Deutschen ziehen es vor, eine vertiefte Schulzeit in Gymnasien zu erfahren und den Beruf ein Jahr später zu erlernen und auszuüben. Aus diesem Grund versucht man das G9 für die Gymnasien Deutschlands durchzusetzen.

MC-Reporter Tim Kömp und Jan Gerdes, Klasse: 8a, Don-Bosco-Gymnasium in Essen

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